Fortuna düsseldorf: ende will basics stärken – abstiegskampf beginnt!
Düsseldorf bangt. Nach dem zweiten Trainerwechsel in dieser Saison soll Alexander Ende Fortuna Düsseldorf vor dem drohenden Abstieg bewahren. Doch der neue Coach setzt auf eine überraschend bodenständige Strategie – die Rückbesinnung auf die Grundlagen des Fußballs.

Die strategie des neuen trainers: keine hexerei, sondern harte arbeit
„Alles umkrempeln, alles sofort neu – das wird nicht funktionieren“, erklärte Ende bei seiner Vorstellung am Montag. Stattdessen will er in den verbleibenden fünf Spielen der 2. Bundesliga „den Jungs keine Denksportaufgabe geben, sondern das Gute zu belassen und in kleinen Schritten Dinge voranzutreiben.“ Ein pragmatischer Ansatz, der angesichts der prekären Lage durchaus nachvollziehbar ist. Die Fortuna steckt in einer Ergebniskrise, vier Niederlagen in Serie sprechen eine deutliche Sprache.
Sportvorstand Sven Mislintat versuchte, die Entscheidung für Ende zu erklären: „Wir haben den Trainerwechsel nicht vorgenommen, um tolle Wortspielwitze zu machen. Das ist nicht der Plan gewesen, wir haben uns dabei was gedacht.“ Tatsächlich hatte Mislintat sich bereits vor seiner eigenen Anheuung bei der Fortuna mit Ende beschäftigt. Der 46-Jährige sei, so Mislintat, „für uns klar die beste Lösung in der aktuellen Situation“ gewesen – eine Aussage, die angesichts des dringenden Handlungsbedarfs Gewicht hat.
Ein echter Rheinländer mit Herzblut – das ist Alexander Ende. Der gebürtige Grevenbroicher betonte seine Verbundenheit mit der Region und dem Verein: „Ich bin Rheinländer. Mein Schwager ist großer Fortuna-Fan, es gibt in meiner Nachbarschaft viele Menschen, die mit Herzblut an diesem Verein hängen.“ Diese emotionale Bindung könnte ihm helfen, die verunsicherten Spieler zu motivieren und eine neue positive Energie zu erzeugen.
Der Vorsprung auf die direkten Abstiegsplätze beträgt lediglich einen Punkt. „Ohne kratzen, kämpfen, beißen wird es in den nächsten Wochen nicht gehen“, mahnte Ende eindringlich. Das Duell am Samstag (13:00 Uhr) beim 1. FC Magdeburg wird somit zur Standortbestimmung – ein echter Test für den neuen Coach und seine Mannschaft. Die Fans der Fortuna müssen nun hoffen, dass Endes ruhiger Ansatz und seine regionale Verwurzelung das Team wieder auf Kurs bringen.
Die kommenden Wochen werden entscheidend sein. Ob Ende die Fortuna vor dem Abgrund bewahren kann, bleibt abzuwarten. Aber eines ist klar: Er hat sich der Aufgabe mit Entschlossenheit und einem klaren Plan gestellt – und das ist in dieser Situation schon die halbe Miete. Denn die Fortuna braucht jetzt mehr als nur leere Versprechungen; sie braucht Ergebnisse.
