Formel-1: kurskorrektur bei antriebsregeln für 2027!

Die Formel-1-Entwickler haben einen unerwarteten Rückschritt vollzogen. Nach nur vier Rennen der Saison 2026 – in Australien, China, Japan und Miami – stellen sie fest, dass die ambitionierten Pläne für die Antriebsregeln nicht den gewünschten Effekt erzielt haben: Ein fesselndes Rennen auf der Strecke bleibt eine Illusion. Die Sicherheit, nun ja, das ist eine andere Geschichte, die wir uns hier sparen.

Der elektro-anteil war eine fehleinschätzung

Der elektro-anteil war eine fehleinschätzung

Ursprünglich hatte man auf eine 50/50-Verteilung zwischen Verbrennungsmotor und Elektropower gesetzt – ein Schachzug, der sich nun als strategischer Irrtum herausgestellt hat. Die Reaktion aus dem Paddock war vernichtend, und selbst Max Verstappens bissige Bemerkung, die die neuen Boliden als „Formel E mit Steroiden“ bezeichnete, fasste die allgemeine Meinung treffend zusammen. Es scheint, als hätte man die Leidenschaft für den Sound und die rohe Kraft des Verbrennungsmotors unterschätzt.

Nach intensiven Beratungen zwischen Teams, FIA und den Antriebsherstellern steht nun ein Umdenken bevor. Ab 2027 soll das Kräfteverhältnis neu justiert werden – zugunsten des Verbrennungsmotors.

Konkrete Änderungen: Die Leistung des Verbrennungsmotors (ICE) wird um schätzungsweise 50 Kilowatt gesteigert, während die elektrische Leistungsabgabe (ERS) um die gleiche Menge reduziert wird. Das bedeutet einen Wechsel von einem 50/50-Verhältnis zu einem 60/40-Verhältnis zugunsten des ICE. Ein Schritt, der darauf abzielt, die von Fernando Alonso beklagte Situation zu entschärfen, in der die Verfügbarkeit von Energie über den Ausschlag gab, anstatt über fahrerisches Können und strategische Entscheidungen.

Die FIA bestätigte die Einigung in einer Pressemitteilung, die von einer Online-Sitzung zwischen Teamverantwortlichen, FIA-Vertretern und den fünf Antriebsherstellern zeugt. Die Diskussionen umfassten zunächst die bereits in Miami eingeführten Modifikationen, die darauf abzielten, die Sicherheit zu erhöhen und die übermäßige Energiegewinnung zu reduzieren. Die FIA bewertete die Ergebnisse positiv und sprach von einer verbesserten Wettbewerbsfähigkeit.

Weitere Anpassungen, insbesondere im Hinblick auf die Sicherheit bei Startvorgängen und unter regnerischen Bedingungen, sind in Planung und werden in Kürze bekannt gegeben. Auch Verbesserungen der visuellen Signalgebung für den Grand Prix von Kanada werden evaluiert.

Die FIA betont, dass die beschlossenen Änderungen auf dem Konsens aller Beteiligten beruhen und darauf abzielen, „die fairen und sicheren Wettbewerbsbedingungen zu verbessern, die für Fahrer und Teams intuitiv verständlich sind und dem besten Interesse des Sports dienen.“

Bevor die endgültigen Änderungen verabschiedet werden, sollen jedoch noch technische Arbeitsgruppen aus Teams und Antriebsherstellern die Details erarbeiten. Die finale Abstimmung wird dann im Rahmen des World Motor Sport Council elektronisch durchgeführt. Ein Beweis dafür, dass die Formel 1 trotz ambitionierter Zukunftspläne ihre Wurzeln nicht vergisst und auf die Bedürfnisse der Fahrer und Fans hört. Nur so bleibt der Sport spannend und erfolgreich. Die Motoren werden wieder brüllen, das ist versprochen.