Formel 1: ex-pilot capelli lobt ferrari – und warnt aston martin

Formel 1: ex-pilot capelli lobt ferrari – und warnt aston martin

Die Formel 1 steht vor einer spannenden neuen Saison. Mit einem neuen Reglement und veränderten Teams verspricht der Start in Bahrain ein aufregendes Rennen zu werden. Ex-Formel 1-Pilot Ivan Capelli äußert sich in einem Interview zu den aktuellen Entwicklungen und gibt seine Einschätzung zu den Teams.

Neue regeln, neue chancen

Das neue Reglement stellt alle Teams vor eine Herausforderung. Capelli betont, dass es beeindruckend ist, wie unterschiedlich die Ingenieure die neuen Regeln interpretiert haben. “Es ist bemerkenswert, wie die Teams trotz restriktiver Regeln zu so unterschiedlichen Konzepten gekommen sind. Das verspricht einen spannenden Saisonstart, da wir je nach Strecke unterschiedliche Kräfteverhältnisse sehen werden”, so der ehemalige Rennfahrer.

Aston martin unter druck

Aston martin unter druck

Besondere Aufmerksamkeit richtet sich auf aston martin. Die Erwartungen sind hoch, insbesondere durch die Zusammenarbeit mit Adrian Newey und Honda. Allerdings hat das Team aktuell mit einem Übergewicht von 30 kg und Problemen mit Motor und Getriebe zu kämpfen. Capelli ist dennoch optimistisch: “Ich bin überzeugt, dass das Konzept vielversprechend ist und eine gute Grundlage für die Weiterentwicklung bietet.”

Mercedes’ power unit im visier

Mercedes’ power unit im visier

Die umstrittene Power Unit von Mercedes steht ebenfalls im Fokus. Capelli glaubt, dass die FIA Schwierigkeiten haben wird, Mercedes in Bezug auf die Messung des Verdichtungsverhältnisses zu stoppen. “Es ist eine politische Frage. Mercedes liefert Motoren an acht Teams, es wäre schwierig, alle zu bestrafen. Wir werden sehen, wie es in Melbourne aussieht, und dann im Laufe der Saison weiterentwickelt wird.”

Red bull mit neuem motor

Red bull mit neuem motor

Capelli lobt die Leistung von Red Bull mit dem neuen, selbstgebauten Motor. Er würdigt die Arbeit von Christian Horner, der die Honda-Techniker überzeugt hat, im Projekt zu bleiben und gleichzeitig wichtige Fachkräfte von Mercedes abgeworben hat. “Der Motor ist neu, aber er wird von kompetenten Leuten betreut.”

Ferrari mit harmonischem konzept

Ferrari mit harmonischem konzept

Besonders positiv überrascht hat CapelliFerrari. “Das Auto wirkt sehr harmonisch und durchdacht, von der Nase bis zum Heck. Es ist ein sehr lineares Konzept. Früher gab es Autos, die zerbrochen wirkten, als ob die Teile nicht zusammenpassen würden, aber das ist hier nicht der Fall.” Er beschreibt das Team als ruhig und gut vorbereitet. Die Tests verliefen erfolgreich und alle geplanten Programme konnten abgeschlossen werden.

Hamiltons fehlender renningenieur

Hamiltons fehlender renningenieur

Ein Problem sieht Capelli bei Lewis Hamilton, der noch keinen festen Renningenieur für die Saison hat. “Im Jahr 1992 hatte ich eine ähnliche Situation: Ich habe meinen Renningenieur erst auf dem Flug zu unserem ersten Rennen kennengelernt. Das hilft nicht. Die Vertrautheit mit dem eigenen Ingenieur muss sich im Laufe der Zeit entwickeln, damit man in Stresssituationen auf Automatismen und gegenseitiges Vertrauen zählen kann. Es überrascht mich, dass es bisher nicht gelungen ist, eine geeignete Person für Hamilton zu finden.”

Verstappens kritik an der neuen f1

Max Verstappen bezeichnete die neue Formel 1 als “Formel E unter Steroiden”. Capelli meint dazu: “Max neigt dazu, Dinge etwas zu übertreiben, aber seine Aussage rührt von einer veränderten Herangehensweise an das Fahren her. Er muss nicht mehr am Limit fahren, sondern das Auto so managen, dass er das bestmögliche Ergebnis erzielt.”

Herausforderungen für die kommentatoren

Auch für die Kommentatoren ist es derzeit schwierig, zu erkennen, was die Fahrer im Auto tun. Capelli ist jedoch zuversichtlich, dass Liberty Media durch klare Grafiken und Erklärungen helfen wird, die komplexen technischen Veränderungen für das Publikum verständlich zu machen. “Ich bin zuversichtlich, dass die Veränderungen bald automatisiert sein werden und für alle verständlich sein werden.”