Florentino pérez zerreißt sportjournalisten – madrids machtmann fordert rundumschlag

Florentino Pérez ließ die Bombe platzen. Der Patriarch des Real Madrid wetterte gegen eine „orquestación de los malos periodistas“, die seiner Meinung nach den Klub systematisch diskreditieren. Die Antwort kam postwendend: Die Asociación Española de la Prensa Deportiva (AEPD) erklärte dem 76-Jährigen den offenen Krieg.

Was genau sagte florentino pérez?

„Ich will diese anti-madridista Strömung beenden, die den Verein zerstören will“, donnerte Pérez in einer Pressekonferenz, die sofort die Schlagzeilen beherrschte. Er warf einzelnen Medien vor, täglich gegen den Klub zu arbeiten und die Berichterstattung zur Negreira-Affäre zu instrumentalisieren. Dabei griff er nicht nur anonyme Redaktionen an, sondern nannte auch den ABC-Journalisten Rubén Cañizares beim Namen. Der Moment, als er Cañizares frontal belehrte, ging viral: „Esa niña tiene derecho a hablar, que vosotros sois muy feos.“

Die AEPD konterte binnen Minuten. In ihrem Statement heißt es, „respektvolle Kritik ist ein fundamentaler Teil des Journalismus in jeder demokratischen Gesellschaft“. Die Organisation fordert Pérez auf, „die Würde des Berufsstands nicht in Frage zu stellen“. Der Ton ist ungewohnt scharf – ein Zeichen, dass Spaniens Sportjournalisten die Geduld verlieren.

Warum eskaliert der streit jetzt

Warum eskaliert der streit jetzt

Hinter dem verbalen Feuerwerk steht ein Machtkampf um Deutungshoheit. Seit Bekanntwerden der Zahlungen an den ehemaligen Schiedsrichter-Chef José María Enríquez Negreira steht Real Madrid unter Dauerbeschuss. Pérez sieht den Klub als Opfer einer Medienkampagne, die seinen 26-jährigen Präsidentenzyklus beschädigen soll. Die AEPD wiederum sieht die Pressefreiheit auf dem Spiel.

Die nächste Woche wird zeigen, ob sich weitere Klubbosse hinterPérez stellen oder ob der Patriarch isoliert dasteht. Fest steht: Die Risse zwischen Presse und Klub sind tiefer denn je. Und Pérez hat keinen Millimeter Bewegung signalisiert – im Gegenteil. „Ich werde meine Mitglieder verteidigen“, betonte er mit eisernem Blick. Der Krieg ist erst am Anfang.