Fischer-debakel: handball-star tanzt sich ins ärger!

Justus Fischer, das Ausnahmetalent im deutschen Handball, hat sich erneut im Visier des TSV Hannover-Burgdorf und der Fans befunden – und das nur wenige Tage nach einem bitteren 32:35 gegen die SG Flensburg-Handewitt. Ein vermeintlicher Spaß auf Instagram hat nun Konsequenzen, die weit über eine harmlose Social-Media-Aktivität hinausgehen.

Die tiktok- und instagram-eskapaden

Die tiktok- und instagram-eskapaden

Bereits im September sorgte ein Video von Fischers Schwester Frida auf TikTok für Aufsehen. Zu einem Track von Inspecta tanzten die beiden, wobei Fischer mit Handbewegungen zunächst einen Kopfschuss an sich selbst, dann an seiner Schwester demonstrierte. Eine harmlose Geste, die jedoch intern bei Hannover-Burgdorf für Gesprächsstoff sorgte. Doch damit war es nicht genug.

Der aktuelle „Spieltags-Vlog“ auf Instagram, gedreht am Tag vor dem Flensburg-Spiel, zeigt Fischer und seine Schwester kreischend in einer Lokalität, während laute Musik erklingt. Ein Bild, das angesichts der desoliden Leistung der Mannschaft, die bereits die sechste Liga-Niederlage in Folge kassierte, äußerst unglücklich getimed war.

Das eigentliche Problem entstand jedoch zwei Tage später, als Fischer krank beim Training absagte – Magen-Darm-Beschwerden sei dem Grund nachgegangen. Eine Ausrede, die bei den Kollegen für Irritationen sorgte, da seine Abwesenheit direkt Auswirkungen auf deren Berufsausübung hatte. Ein Teufelskreis, der den Verein in Verlegenheit bringt.

Denn Fischer ist nicht nur ein Spieler, sondern auch für das Ballnetz verantwortlich. Ohne Fischer fehlten die Bälle im Training. Glücklicherweise konnte man kurzfristig auf die Bälle aus der European League ausweichen. Erst am Mittwoch war das reguläre Ballnetz wieder einsatzbereit, Fischer selbst blieb jedoch weiterhin abwesend.

TSV Hannover-Burgdorf hält sich vorerst bedeckt und möchte sich „in die persönliche Kommunikation mit dem Nationalspieler treten“, bevor eine Stellungnahme erfolgt. Die Frage, ob Fischer rechtzeitig zum Auswärtsspiel am Freitag gegen den ThSV Eisenach einsatzbereit sein wird, bleibt daher unbeantwortet.

Die Situation wirft ein schlechtes Licht auf den jungen Handballer und unterstreicht die Notwendigkeit, dass Sportler die Grenzen zwischen privatem Leben und öffentlicher Wahrnehmung respektieren. Denn die Verantwortung, die ein Profisportler trägt, geht über das Spielfeld hinaus.