Fiona adam kehrt zurück: vipers schlagen zweite chance zu

Die Bad Wildungen Vipers haben den Aufstieg verpasst – doch jetzt holen sie sich ausgerechnet eine Spielerin aus der Liga, die sie selbst verlassen musste. Fiona Adam ist zurück, ein Jahr nach ihrem Abstecher zur SG 09 Kirchhof. Der Deal ist mehr als ein Transfer: Er ist ein Statement.

Warum adam ihre eigene spur zurückzieht

26 Tore in 22 Spielen – das ist die Bilanz der 21-Jährigen in Melsungen. Für eine Rückraumspielerin mit Wurfgewalt keine Fehlleistung, aber auch keine Kampfkraft, wie sie sie sich erhofft hatte. „Der starke Zusammenhalt im Team hat mich überzeugt“, sagt Adam selbst. Gemeint ist der Vipers-Spirit, der sie schon 2024 in die 2. Bundesliga geführt hatte.

Christian Hack, sportlicher Leiter der Vipers, spricht offen aus, was sonst nur hinter vorgehaltener Hand durchs Laufstagion geistert: „In Kirchhof ist sie nicht so zum Zuge gekommen, wie sie sich das vorgestellt hat.“ Ein Satz, der Adam keine Blöße gibt, sondern der Hack Respekt einbringt – weil er die Machtverhältnisse beim Gegner nicht beschönigt.

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Mit Adam kehrt eine Solingerin zurück, die schon mit 15 beim HSV Solingen-Gräfrath den Sprung in den Leistungshandball wagte. Über Bergischen HC und Borussia Dortmund landete sie in Bad Wildungen – und genau dort will sie nun „voll angreifen“, wie sie sagt. Der Einjahresvertrag gibt beiden Seiten Spielraum: Sie, sich erneut zu beweisen. Den Vipers, sich erneuern zu können.

Die Kurhessen bauen weiter auf Speed statt Star-Ensemble. Durchschnittsalter im Rückraum: 22 Jahre. Wurfquote: steigend. Philosophie: Laufwege statt Laufverträge. Adam passt ins Raster, weil sie nicht nur wirft, sondern auch verteidigt – und weil sie die Liga kennt, die die Vipers 2025 wieder erreichen wollen.

Die Message ist klar: Wer hier weggeht, um Erfahrung zu sammeln, bekommt eine Tür offen stehen – wenn er mit offenen Karten zurückkommt. Für Adam ist diese Tür jetzt wieder aufgestoßen. Für die Vipers ist sie ein Schritt Richtung Neustart, der keine Phrasen braucht. Erster Termin: Vorbereitung Mitte Juli. Dann wird geschossen, gelaufen – und gezeigt, warom diese Rückkehr mehr ist als ein Transfer.