Finnland feuert medved nach sauf-eskapade – podest in lahti rettet ihn nicht

Igor Medved ist raus. Der slowenische Chefcoach der finnischen Skispringer flog am Montag, weil er sich bei den Olympischen Spielen in der Slowenen-Zone bis zur Koma-Trunkenheit feierte und die Mannschaft im Stich ließ. Sein Vertrag läuft Ende April aus, eine Verlängerung lehnte der Verband ab, wie Yle exklusiv meldet.

Der absturz nach dem höhenflug

Erst drei Tage zuvor hatte die finnische Equipe in Lahti den ersten Podestplatz seit elf Jahren gefeiert: Antti Aalto und Niko Kytösaho landeten im Super-Team-Wettkampf auf Rang drei. Für ein Land, das einst mit Matti Nykänen und Janne Ahonen die Schanze dominierte, war das ein Signal – aber Medved durfte es nicht mehr miterleben. Seit seinem Eskapade während Domen Prevc’s Gold-Sprung betreut Interimscoach Lasse Moilanen die Athleten.

Der Vorfall selbst klingt wie ein Krimi: Medved soll im Olympischen Dorf randaliert, Team-Kollegen beschimpft und Sicherheitskräfte angegangen sein. Die Folge: sofortige Rückreise, interne Ermittlungen, Imageschaden. Die Finnen hatten sich gerade aus der Jahre andauernden Krise gearbeitet – nun steht die Mannschaft wieder ohne Konzept da.

Was die zahlen verschweigen

Was die zahlen verschweigen

Die Statistik sah vor dem Vorfall gar nicht schlecht aus: seit Medveds Amtsantritt 2022 stieg die Punkteausbeute im Weltcup um 38 Prozent, drei Athleten schafften die Qualifikation für die Spiele. Doch interne Berichte zeigen: Disziplin- und Motivationsprobleme nahmen parallel zu. Ein Athlet, der anonym bleiben möchte, sagt: „Wir haben unsere Privilegien ausgenutzt, weil der Coach mit schlechtem Beispiel voranging.“

Der Verband muss nun binnen sieben Wochen einen Nachfolger präsentieren, der die Saison 2026/27 vorbereitet. Kandidiert wird unter anderem Ex-Weltcupsieger Janne Ahonen, der seit 2020 als Co-Trainer im Verband arbeitet. Doch der Druck ist enorm: die Finanzierung der Skisprung-Abteilung hängt an Sponsoren, die nach dem Skandal bereits zweifeln. Ohne klare Führung droht der nächste Sturz – und diesmal wäre er nicht nur sportlich.