Fc zürich sichert sich vier millionen franken – besitzerwechsel rückt näher
Der FC Zürich hat sich frisches Kapital gesichert. Eine Anleihe über vier Millionen Franken wurde vollständig gezeichnet – und das kommt für den Super-League-Klub zu einem Zeitpunkt, an dem die Verbindlichkeiten gegenüber Dritten bei rund 4,8 Millionen Franken liegen. Die Luft war dünn. Jetzt ist sie etwas besser.
Verwirrung um cisullo – und was wirklich dahintersteckt
Kurz nach Bekanntwerden der Anleihe sorgte eine Meldung aus der Finanzpresse für Aufruhr: FCZ-Verwaltungsrat Claudio Cisullo soll der Hauptinvestor sein. Der Klub dementierte das prompt. Cisullo selbst hat die Anleihe über sein Family-Office CC Trust Group strukturiert – aber als Architekt, nicht als Geldgeber. Ein feiner, aber wesentlicher Unterschied.
Seine Rolle im Hintergrund ist dennoch alles andere als marginal. Cisullo unterstützt FCZ-Präsident Ancillo Canepa aktiv bei der Suche nach einem neuen Eigentümer für den Verein. Das Ziel ist klar formuliert: Ein Besitzerwechsel soll bis spätestens 2026 vollzogen sein. Die Uhr tickt.

Was die finanzspritze wirklich bedeutet
Vier Millionen Franken lösen keine strukturellen Probleme – das weiß man auch in Zürich. Aber sie verschaffen dem Klub Spielraum. Atemraum. Zeit, um den Übergang geordnet zu gestalten, anstatt unter finanziellem Druck in einen Notverkauf zu schlittern. Genau das ist der Punkt dieser Maßnahme.
Der FCZ steckt in einer Phase, die viele Schweizer Traditionsklubs kennen: sportliche Ambitionen auf der einen Seite, knappe Kassen auf der anderen. Die Anleihe ist kein Befreiungsschlag – sie ist ein Zeitgewinn. Und den will der Verein jetzt nutzen, um die Eigentümerfrage ein für alle Mal zu klären.
