Ex-bvb-star subotic: stiftung gefährdet – geld fast aufgebraucht
Schock in der Fußballwelt: Neven Subotic, einstiger Leistungsträger von Borussia Dortmund, hat in einem Gespräch mit Sport Bild schockierende Einblicke in seine finanzielle Situation gewährt. Der 37-Jährige spricht offen über die drohende Aufgabe seiner Stiftung well:fair, die sich seit Jahren für die Verbesserung der Lebensbedingungen in Ostafrika einsetzt.
Ein soziales herz, das teuer zu sein scheint
Subotic, der seine Karriere 2021 beim SCR Altach beendete, hat seit 2012 rund vier Millionen Euro in die Stiftung investiert und leistet zudem ehrenamtliche Arbeit. Seine Zeit als Profi war zwar von lukrativen Gehältern geprägt, doch der ehemalige Verteidiger betont, dass diese keineswegs in dem Maße angefallen seien, wie viele annehmen. „Ich hatte nicht so viele herausragende Jahre mit einem Millionengehalt. Das war eine Zeit lang beim BVB“, so Subotic.
Die hohe Spendenbereitschaft und das ehrenamtliche Engagement haben ihren Preis. Subotic erklärt, dass Firmenpartnerschaften nun unerlässlich sind, um die laufenden Kosten der Stiftung decken zu können und das wichtige Fundament zu erhalten. Er trägt zudem selbst Reise- und Verwaltungskosten, was die Belastung seines Privatvermögens weiter erhöht.

Millionen für sauberes wasser – eine mission in gefahr
Die Stiftung well:fair hat seit ihrer Gründung bereits über 400.000 Menschen den Zugang zu Trinkwasser ermöglicht und plant, diese Zahl in den kommenden Jahren auf eine Million zu steigern. Das Versprechen der Stiftung ist klar: 100 Prozent jeder Spende erreichen die Bedürftigen. Der Umsatz der Stiftung ist in den letzten Jahren von 76.000 Euro auf beeindruckende fünf Millionen Euro jährlich gestiegen. „Uns wird mehr zugetraut und anvertraut, es gibt Firmenpartnerschaften, ein Botschafterprogramm. Dadurch können wir mehr bewirken und unser 100-Prozent-Versprechen weiter halten“, erklärt Subotic.
Subotics Karriere in Deutschland begann 2007 bei Mainz 05, bevor er ein Jahr später zu Borussia Dortmund wechselte. Dort erlebte er unter Jürgen Klopp seine erfolgreichste Zeit und feierte 2011 die Meisterschaft sowie 2012 das Double. Nach weiteren Stationen bei 1. FC Köln, Saint Etienne, Union Berlin und Denizlispor beendete er seine Karriere in Österreich. Die finanzielle Situation des ehemaligen Stars zeigt deutlich, wie wichtig es ist, soziale Projekte langfristig zu sichern – und dass selbst erfolgreiche Fußballer Opfer ihrer Hilfsbereitschaft werden können.
Die Stiftung well:fair steht vor einer Zerreißprobe. Ob sie ihr Versprechen eineshundertprozentigen Einsatzes für die Notleidenden erfüllen kann, hängt nun von der Bereitschaft von Unternehmen ab, sich zu engagieren. Die Geschichte von Neven Subotic ist eine Mahnung: Großes Herz, große Verantwortung – und manchmal auch große finanzielle Sorgen.
