Finalissima platzt – argentiniens duell mit spanie fällt aus

Die Traum-Begegnung ist geplatzt: Argentinien und Spanien werden nicht am 27. März in Katar auflaufen. Die Finalissima, die prestigeträchtige Partie zwischen dem Welt- und dem Europameister, wurde abgesagt. Die FIFA hatte alles probiert – doch Ort, Termin und Geld blieben streitbar. Ergebnis: Kein Vertrag, kein Spiel.

Warum das topspiel scheiterte

Die offizielle Begründung klingt harmlos: „logistische Gründe“. Dahinter steckt ein Kleinkrieg zwischen Verbänden, TV-Rechten und Sponsoren. Katar war bereit, die Scheichs wollten das Spektakel als Generalprobe für die Klub-WM 2025. Aber die spanische FA verlangte eine Prämie, die Argentiens Verband sofort nachzog – und plötzlich war die Kasse leer. Javier Saviola, der ehemalige Star von Barça und Madrid, sagt es offen: „Die Spieler wollten ran, aber die Bürokratie hat blockiert.“

Ein Einzelinterview mit Saviola, das MARCA exklusiv vorliegt, offenbart die Stimmung im Lager der Albiceleste: „Wir sind ein bisschen außen vor, wenn die Funktionäre verhandeln.“ Für ihn war das Duell „mehr als Revanche“, es sollte die neue Dominanz des Weltmeisters unter Beweis stellen. Stattdessen bleibt nur ein fader Beigeschmack.

Messis letzte mission steht bevor

Messis letzte mission steht bevor

2026 wird, so gut wie sicher, der letzte große Auftritt von Lionel Messi in einem WM-Trikot. Mit 38 Jahren hat der Argentinier bereits alles gewonnen – nur das Gefühl, „noch einmal zu zeigen, wer der Boss ist“, treibt ihn weiter. Saviola ist sich sicher: „Leo wird nicht nur dabei sein, er will die vierte Sterne-Trophäe.“

Die nächste Chance auf ein Duell mit Spanien? Die KO-Phase der WM 2026. Saviola lacht kurz: „Wenn wir sie treffen, wird es ein Finale sein – und wir sind bereit.“ Die Quoten-Buchmacher sehen Argentinien bereits in der engsten Favoriten-Gruppe, gemeinsam mit Frankreich und Brasilien. Grund: Die Mischung aus Altstars (Messi, Di María, Otamendi) und dem neuen Blut (Alvarez, Enzo, Mac Allister) wirkt chemisch rein.

Wer übernimmt nach messi?

Wer übernimmt nach messi?

Die Frage nach der Nachfolge beantwortet Saviola ohne Zögern: „Paredes hat das Zeug zum Kapitän.“ Leandro Paredes, 29, Mittelfeld-General mit PSG-Erfahrung, gilt als lautester Kopf im Kader. Dazu kommen Dibu Martínez (Tor), Lisandro Martínez (Abwehr) und Julian Alvarez (Sturm) – allesamt zwischen 24 und 27 Jahren, also in der perfekten Altersphase, um 2026 die Führung zu übernehmen.

Saviola warnt jedoch: „Talent allein reicht nicht, wir müssen die Jungs mit Werten füttern.“ Sein Blick fällt auf die Youth-League-Halbfinale von Benfica Lissabon, wo künftige Stars wie João Neves bereits auflaufen. Auch dort, so der Ex-Stürmer, gelte es, „Charakter vor Instagram-Followern“ zu stellen.

Fazit: Die Finalissima ist gestrichen, der Hype bleibt. Argentinien reist 2026 als Titelverteidiger in die USA, Mexiko und Kanada – und sollte Spanien im K.-o.-System kreuzen, wird das verschobene Duell mit einem Schlag zur ultimativen Prestige-Frage. Bis dahin heißt es für Fans und Spieler gleichermaßen: Warten, trainieren, zünden – und hoffen, dass die Bürokratie nächstes Mal nicht dazwischenfunkt.