Fifa in verkaufsnot: us-debüt beim wm-heimspiel erntet kritik

Sharm el-Sheikh, Ägypten – Während Präsident Trump und FIFA-Präsident Infantino sich in Sharm el-Sheikh zu Gesprächen über den Gaza-Konflikt trafen, kämpft die FIFA mit einem unerwarteten Problem: Die Ticketverkäufe für das WM-Heimspiel der USA gegen Paraguay in Los Angeles hinken hinterher. Ein Debakel, das Fragen aufwirft und die Euphorie rund um die Heim-WM in Frage stellt.

Ein schatten über dem sofi stadium

Ein schatten über dem sofi stadium

Nur 40.934 Tickets wurden für das Eröffnungsspiel der USA verkauft – ein magerer Trost im Vergleich zu den 50.661 Karten, die bereits für das Parallelspiel Iran gegen Neuseeland abgesetzt wurden, das erst drei Tage später im selben Stadion stattfindet. Die Diskrepanz ist eklatant und wirft ein schlechtes Licht auf die Vorfreude der amerikanischen Fans.

Laut Informationen aus internen Dokumenten des 10. April liegt der Grund für die schleppende Nachfrage in den überhöhten Ticketpreisen. Während andere Spiele bereits um Hunderte von Euro teurer wurden, blieben die Preise für das Spiel der Gastgeber konstant. Ein verpasster Marketing-Trick, der sich nun auszahlt – oder eben nicht.

Die FIFA beharrt darauf, dass die verbleibenden Tickets eine bewusste organisatorische Entscheidung seien, um Last-Minute-Käufer zu begünstigen. Doch die Fakten sprechen eine deutliche Sprache: Das Debüt des Kanadas weist ebenfalls eine hohe Ticketverfügbarkeit auf und reiht sich in die Reihe der neun Spiele mit der größten Kapazität ein. Ein weiteres Zeichen dafür, dass der erwartete Ansturm auf die Heimspiele der USA und Kanada ausbleibt.

Gianni Infantino hatte kürzlich die Verkaufszahlen für die WM 2026 mit über fünf Millionen verkauften Tickets gepriesen. Angesichts der Probleme beim Ticketverkauf für die Heimspiele der USA und Kanada wirkt diese Zahl jedoch weniger beeindruckend.

Die FIFA muss nun handeln, um die Stimmung um die WM in Nordamerika zu verbessern. Ansonsten droht ein Stimmungstief, das dem gesamten Turnier schadet. Die Frage ist, ob die FIFA bereit ist, die Preise zu senken oder andere Maßnahmen zu ergreifen, um die Fans zurückzugewinnen. Die Zeit drängt.