Fifa blockt irans mexiko-flucht: keine spielverlegung, trump bleibt schiri

Die FIFA hat Teheran eine klare Absage erteilt: Die drei Gruppenspiele des Iran bei der WM 2026 finden wie geplant in den USA statt. Ein Sprecher des Weltverbandes betonte am Montag, man freue sich auf alle gemeldeten Teams – ein Satz, der in Nicht-Erklärungen die Härte eines Fouls hat.

Infantino winkt ab, trump lacht

Die iranische Führung hatte sich nach Donald Trumps Sicherheits-Drohung an die FIFA gewandt und eine Verlegung nach Mexiko beantragt. Die Antwort kam nicht in Form einer Pressemitteilung, sondern als schmallippiger Verweis auf den am 6. Dezember veröffentlichten Spielplan. Kein Wort über „Prüfungen“, keine Andeutung von Kompromissbereitschaft. Stattdessen ein Satz, der in Zürich schon als interne Weisung kursiert: „Kein Sonderweg für politische Krisen“.

Die Folgen sind brisant. Iranische Fans dürfen wegen Trumps Einreiseverbot nicht in die USA reisen, die Mannschaft selbst könnte nach dem Gruppenspiel gegen Belgien, Ägypten und Neuseeland in der K.-o.-Runde erneut auf US-Boden ran müssen. Der Spielplan ist ein Schachbrett, auf dem sich Geopolitik und Sport berühren – und Infantino stellt sich demonstrativ hinter den US-Präsidenten, seinen wichtigsten Partner bei der MAGA-WM.

Der neue alte boykott ist schon in der luft

Der neue alte boykott ist schon in der luft

Teheran spielt jetzt die Opferkarte. Sportminister Ahmed Donjamal ließ durchblicken, man prüfe einen Rückzug, falls die FIFA nicht nachgebe. Die Drohung ist durchsichtig: Ein Boykott wäre das erste eines qualifizierten Teams seit 1950, doch das Regime könnte so tun, als habe man die Entscheidung nicht selbst getroffen. Die FIFA liefert das perfekte Feigenblatt.

Die Logistik spricht ohnehin gegen ein Umdisponieren: Tickets sind verkauft, Mannschaftsquartiere gebucht, Flugpläne verzahnt. Wer ein Spiel aus Kansas City nach Mexiko-Stadt verlegt, rüttelt an 48 Stunden Zeitplan-Kalkulation. Die FIFA wird das Risiko nicht eingehen, schon allein, um Trump nicht zu verärgern. Der wiederum twitterte, die WM werde „das sicherste Sportereignis der US-Geschichte“ – ein Satz, der wie eine Drohung klingt, wenn man ihn aus Teheran liest.

Am Ende bleibt ein Bild: Ein Team, das nicht reisen darf, eine Fanschaft, die nicht einreisen darf, und ein Weltverband, der sich duckt. Der Ball rollt im Sommer – aber nicht für alle.