Fiat grande panda hybrid im test: stadtwagen mit hybrid-herz – aber mit schwächen!

Mailand – Die Fiat Grande Panda, ein italienisches Automobil-Symbol seit 1980, feiert ein Comeback mit einem neuen Hybrid-Antrieb. Die Pandina, wie die neueste Version liebevoll genannt wird, soll nicht nur im urbanen Raum glänzen, sondern auch längere Strecken bewältigen. Doch hält das kleine Crossover, das auf der Smart Car Plattform des Stellantis-Konzerns thront, wirklich, was es verspricht?

Ein design mit augenzwinkern und modernster technik

Die Grande Panda Hybrid besticht durch ihr kantiges Design, das an die erste Generation des legendären Fiat Panda erinnert. Moderne LED-Scheinwerfer und eine auffällige, gelb transparente Rahmenleiste, die an den Lingotto-Teststrecken in Turin erinnert, verleihen dem Fahrzeug eine unverwechselbare Note. Im Innenraum erwartet Käufer ein überraschend geräumiges Ambiente mit zwei großen Displays – eines für das Armaturenbrett (10 Zoll) und eines für das Infotainment-System (10,25 Zoll). Das Icon-Modell bietet bereits serienmäßig Stahlfelgen, sechs Lautsprecher und kabelloses Smartphone-Mirroring.

Unter der Haube arbeitet ein 1,2-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner mit 100 PS, der von einem 28-PS-Elektromotor unterstützt wird. Die Kombination aus Verbrenner und Elektromotor erzeugt eine Gesamtleistung von 110 PS und ein Drehmoment von 205 Nm. Das Auto beschleunigt in 11,2 Sekunden auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Der offizielle Verbrauch liegt zwischen 5,1 und 5,5 Litern pro 100 Kilometer – unsere Testfahrten ergaben jedoch Werte zwischen 13 und 14 Litern in der Stadt, 15 Liter auf der Autobahn und 18-20 Liter im Überlandbetrieb.

Komfortabel in der stadt, unsicher auf dem land

Komfortabel in der stadt, unsicher auf dem land

Das Hybrid-System der Grande Panda brilliert vor allem im Stadtverkehr, wo der Verbrennungsmotor oft ganz abgeschaltet werden kann und die Fahrt rein elektrisch stattfindet. Der Komfort ist hierbei ausgezeichnet, die Wendigkeit bemerkenswert. Doch sobald es über die Stadtgrenzen hinausgeht, offenbart die Grande Panda Hybrid ihre Schwächen. Die Lenkung wirkt träge und unpräzise, und das Fahrverhalten ist nicht immer sicher. Auch der eingeschränkte Zugang zum Heckbereich, bedingt durch die kurzen Türen und die begrenzte Öffnung, stört das Handling.

Die Pandina bietet Platz für bis zu fünf Personen und ein Kofferraumvolumen von 412 Litern, das sich durch Umklappen der Rücksitze auf 1.366 Liter erweitern lässt. Das Top-Modell „La Prima“ bietet zusätzlich Leichtmetallfelgen, eine Bambus-Plankenverkleidung und moderne Assistenzsysteme wie Parksensoren und Rückfahrkamera.

Fazit: ein sympathischer stadtwagen mit entwicklungspotenzial

Fazit: ein sympathischer stadtwagen mit entwicklungspotenzial

Die neue Fiat Grande Panda Hybrid ist ein sympathischer Stadtwagen mit einem modernen Hybrid-Antrieb und einem charmanten Design. Doch die Schwächen in der Lenkung und der eingeschränkte Zugang zum Heck rauben dem Fahrzeug etwas von seiner Alltagstauglichkeit. Für Pendler in der Stadt und alle, die ein kompaktes und preiswertes Auto suchen, ist die Pandina dennoch eine interessante Option. Der Preis für das Basismodell „Icon“ beginnt bei 21.400 Euro, während das Top-Modell „La Prima“ ab 24.400 Euro erhältlich ist. Die Grande Panda Hybrid zeigt, dass auch kleine Autos große Fortschritte machen können – aber es bleibt noch Luft nach oben.