Fiat 600 turbo 100: der spritzige alltagsheld für alle?

Torino – Die Fiat 600 Familie wächst! Nach den Hybrid-Varianten kommt nun eine neue, aufregende Option für alle, die es etwas simpler mögen: die Fiat 600 Turbo 100. Ein erster Fahrtest zeigt, ob der B-SUV auch ohne Elektrobereich überzeugen kann.

Tradition trifft moderne: der neue antrieb

Die Fiat 600 Turbo 100 verzichtet auf den mild-hybriden Antrieb und setzt stattdessen auf einen 1.2-Liter-Dreizylinder-Turbomotor, der bereits in anderen Modellen des Stellantis-Konzerns zum Einsatz kommt. Das Herzstück wurde dabei zu 70 Prozent überarbeitet und soll nun noch zuverlässiger sein, was durch umfangreiche Tests mit über 30.000 Stunden am Prüfstand und 3 Millionen Kilometern auf der Straße belegt wird. Die Leistung von 100 PS und das Drehmoment von 205 Nm, bereits bei 1.750 Umdrehungen verfügbar, versprechen eine angenehme Fahrweise.

Im Vergleich zu den mild-hybriden Varianten gewinnt man beim neuen Modell etwas Stauraum im Kofferraum, der nun 385 Liter fasst. Mit einer Länge von 4,18 Metern, 1,78 Metern Breite und 1,52 Metern Höhe bleibt der kompakte Crossover aber handlich und agil im Stadtverkehr. Dazu kommt die Rückkehr des klassischen Schaltgetriebes – ein Feature, das in diesem Segment in Italien immer noch von rund 52 Prozent der Käufer bevorzugt wird.

Ein erster eindruck: agil und unkompliziert

Ein erster eindruck: agil und unkompliziert

Ein kurzer Ausflug mit der Fiat 600 Turbo 100 in der Nähe von Turin offenbarte eine sofortige, spritzige Leistungsentfaltung, insbesondere im unteren Drehzahlbereich. Die leichte Kupplung und das präzise Schaltgetriebe machen das Fahren zum Vergnügen. Die Fiat 600 Turbo 100 spricht Käufer an, die Wert auf Konkretheit, Einfachheit und Tradition legen.

Ein Detail, das viele vergessen: 37 Prozent der B-SUV-Käufer in Italien lehnen jegliche Form der Elektrifizierung ab, selbst den mild-hybriden Antrieb. Hier punktet die neue Variante mit ihrer unaufgeregten Technik.

Der Verbrauch lag bei unserem ersten Test etwas über den Herstellerangaben (6,3 l/100 km gegenüber 5,6-5,7 l/100 km), was aber im Rahmen liegt. Der Preis startet bei 23.850 Euro, wobei durch die aktuellen Juni-Aktionen mit Schrottabgabe und Finanzierung ein attraktiver Preis von 18.950 Euro erreicht werden kann.

Die Ausstattung ist solide: LED-Scheinwerfer, elektrisch beheizbare Außenspiegel, Felgen bis zu 18 Zoll, automatische Heckklappe, Privacy-Verglasung und Keyless-System sind serienmäßig an Bord.

Fazit: Die Fiat 600 Turbo 100 ist eine willkommene Rückkehr zur einfachen, unkomplizierten Technik. Sie bietet eine gute Basis für den Alltag und spricht eine klare Zielgruppe an – all jene, die ohne Elektrizität und mit Schaltgetriebe ihre Freude am Fahren haben möchten. Ob sie den Hype um Elektroautos stoppen kann? Wahrscheinlich nicht. Aber sie zeigt, dass es auch eine Alternative gibt – und das ist gut so.