Ferrero zögert: comeback als tennis-trainer erst im herbst?
Juan Carlos Ferrero, der ehemalige Coach von Carlos Alcaraz, hält die Tenniswelt in Atem. Nach einer kurzen Auszeit und einer neuen Aufgabe im Golfsport scheint der Spanier noch nicht ganz bereit für ein fulminantes Comeback auf dem Tennisplatz – zumindest nicht sofort. Ferrero lässt die Tür aber offen.
Mentalcoach im golfsport – und tennis-pause?
Seit Anfang 2026 widmet sich Ferrero, der einst selbst als Spieler erfolgreich war, dem jungen Golfspieler Angel Ayora als Mentalcoach. Ein Engagement, das er offenbar genießt, aber eben nur für einen begrenzten Zeitraum in Anspruch nimmt. „Ich schließe nicht aus, noch in diesem Jahr wieder als Trainer zu arbeiten“, erklärte Ferrero gegenüber Marca, ließ aber gleichzeitig durchblicken, dass es derzeit an der Motivation mangelt. Es gab zwar „sehr gute Angebote“, doch der „richtige Zeitpunkt“ muss erst noch kommen.
Die Trennung von Alcaraz war offenbar nicht ohne Grund. Ferrero hatte die Arbeitsmoral seines Schützlings kritisiert und eine stärkeren Fokus auf das Tennis gefordert. Diese Diskrepanz in der Einstellung führte schließlich zur Trennung, und Ferrero benötigte erst einmal eine „kleine Auszeit“, um sich neu zu orientieren. Der junge Alcaraz soll nach Turnieren gerne Auszeiten und Partys gefeiert haben, was der ex-Coach als kontraproduktiv ansah.

Zverev im blickfeld: wer könnte alcaraz gefährden?
Ferrero sieht in Alexander Zverev einen potenziellen Herausforderer für den jungen Spanier. „Zverev hat bewiesen, dass er ganz nah dran ist“, so Ferrero. Auch ein „inspirierter Fritz“ und natürlich Novak Djokovic müssen stets im Auge behalten werden. Es sind Spieler, die Alcaraz und Jannik Sinner in Schwierigkeiten bringen können.“ Er betonte, dass Zverev und Sinner zwar bei Topform ihre Gegner überlegen sind, aber eben auch Gegner existieren, die sie vor eine echte Herausforderung stellen können.
Die Motivation ist ein Schlüssel zum Erfolg, und hier sieht Ferrero ein Vorbild in seinem aktuellen Golf-Schützling Ayora. Der 21-Jährige zeige ein bemerkenswertes Verständnis dafür, was es braucht, um stets motiviert zu bleiben. „Das überrascht mich ein wenig, denn bei jungen Leuten muss man sie oft noch stärker zur Verantwortung ziehen“, so Ferrero.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Ferrero sich doch noch für ein Comeback im Tennis entscheiden wird. Bis dahin bleibt er ein gefragter Mentalcoach im Golfsport und ein scharfer Beobachter der Tennis-Szene. Ob die Motivation ihn zurück ins Rampenlicht zieht, bleibt abzuwarten. Fest steht aber: Solange Ferrero zögert, bleibt die Frage nach seinem nächsten Schritt spannend.
