Ferrari schliesst die tore: monza bereitet sich auf den kampf vor!
Der rote Teufel brüllt wieder! Ferrari hat seine Teststrecke in Monza für einige Tage wieder öffnet, um die letzten Feinabstimmungen vor dem entscheidenden Rennen in Miami vorzunehmen. Es ist ein Zeichen: Die Scuderia will nicht nur mitreden, sondern Antonelli und Hamilton unter Druck setzen und Mercedes eine ordentliche Konkurrenz liefern.

Ein filming day mit substanz: was steckt hinter den testfahrten?
Während der Rennpause nutzte Ferrari die Gelegenheit für einen Filming Day, bei dem die Fahrer – Charles Leclerc und Lewis Hamilton – jeweils 100 Kilometer absolvieren durften. Doch es handelte sich keineswegs um eine reine Formsache. Die Werkstatt in Maranello hat seit dem Saisonstart fleißig gearbeitet, und in Monza wurden gleich mehrere Neuerungen am SF-26 ausgiebig getestet. Die neugierigen Blicke der Fans wurden zwar abgewehrt, doch es gibt genügend Hinweise darauf, dass Ferrari einen großen Schritt nach vorne gemacht hat.
Ein umfassendes Update-Paket verspricht, die Leistung des Ferraris deutlich zu verbessern. Besonders auffällig war der weiterentwickelte Heckflügel, der bereits jetzt als „Macarena 2.0“ bezeichnet wird. Doch damit nicht genug: Auch die Aerodynamik im Heckbereich wurde überarbeitet, das hydraulische System erhielt feine Anpassungen, und sogar der Frontflügel und der Unterboden wurden modifiziert. Experten schätzen, dass Ferrari rund 60 Prozent des Autos neu gestaltet hat – ein substanzieller Eingriff, der sich auszahlen könnte.
Die Filming Day-Sessions sind zwar limitiert und können ein Grand Prix-Rennen nicht ersetzen, sie liefern aber erste Hinweise auf die Leistungsfähigkeit des Ferraris in Richtung Miami. Dabei ist zu betonen, dass die geplanten Änderungen durch die jüngsten regulatorischen Anpassungen der FIA nicht gefährdet sind. Ferrari hat die Balance zwischen Motorleistung und Aerodynamik erkannt und scheint nun in der Lage zu sein, Mercedes in bestimmten Bereichen herauszufordern.
Die Stärke des Ferraris liegt weiterhin im Start, eine Disziplin, die Mercedes bereits ins Visier genommen hat. Doch auch die Performance im Rennverlauf soll verbessert werden. Der SF-26 zeigte in Australien und China bereits deutliche Ansätze, in Japan jedoch blieb McLaren unlängst knapp vor den Roten. Die aktuellen Updates könnten nun die nötige Extraportion an Sicherheit und Leistung liefern, um das Potenzial des Fahrzeugs voll auszuschöpfen – insbesondere im Rahmen eines Sprint-Wochenendes, das die Kräfteverhältnisse immer durcheinanderwirbelt.
Neben Ferrari nutzen auch andere Teams die Rennpause, um ihre Boliden zu testen und zu optimieren. Williams setzte auf Silverstone auf den Wagen von 2025, Audi führte ebenfalls Tests durch, und Verstappen kehrte zum Red Bull zurück, um sich erneut mit dem Wagen zu vertraut zu machen. Doch das Augenmerk liegt klar auf Maranello. Der Cavallino will in Miami zeigen, dass die Investitionen in die Entwicklung Früchte tragen und die Weltmeisterschaft in eine neue Richtung lenken können.
