Ferrari luce: vigna ignoriert kritiker – elektro-wunder soll kunden begeistern
Rom – Der Aufschrei war groß, als Ferrari erstmals ein rein elektrisches Modell präsentierte. Doch Benedetto Vigna, CEO von Ferrari, lässt sich davon nicht beirren. Im Rahmen des Motor Valley Fest in Modena verteidigte er die Entscheidung, die Ferrari Luce in die Welt zu bringen, und betonte, dass er sich wenig um die harsche Kritik einzelner Persönlichkeiten kümmert.
Ein kopf, der seinen eigenen weg geht
Die Debatte um die Ferrari Luce, das erste vollelektrische Fahrzeug des renommierten italienischen Sportwagenherstellers, entfachte bereits im Vorfeld heftige Diskussionen. Besonders Luca Cordero di Montezemolo, ehemaliger Ferrari-Chef, äußerte öffentlich seinen Zweifel und schlug sogar vor, das legendäre Cavallino Rampante vom Fahrzeug zu entfernen. Vigna konterte mit einem selbstbewussten Lächeln: „In meinem Leben habe ich gelernt, meinen eigenen Weg zu gehen, anstatt dem zu folgen, was andere mir sagen.“
Er betonte, dass Ferrari einen „wissenschaftlichen Ansatz“ bei der Entwicklung der Luce verfolgt habe und dass das Unternehmen auf positives Feedback von seinen Kunden setze. „Wenn man das Auto sieht, versteht man es“, erklärte Vigna, in Anspielung auf die Kritiker, die die Luce bisher nur aus der Ferne betrachtet haben. Die ersten Bestellungen sind bereits eingegangen, und Vigna kündigte an, die Zahlen im August bei der nächsten Konferenz mit Analysten bekannt zu geben.
Ein klares Bekenntnis zur Innovation
Vigna machte deutlich, dass Ferrari nicht nur auf Elektroantriebe setzen wird. „Wir werden auch weiterhin Verbrennungsmotoren anbieten“, so der CEO. Die Entscheidung, die Luce zu bauen, sei nicht nur eine Frage der technologischen Entwicklung, sondern auch eine Frage der Wertschätzung für Innovation. „Innovation muss man bezahlen lassen“, erklärte Vigna, und verteidigte damit den Preis von 550.000 Euro. „Es ist eine Investition in die Zukunft, in die Mitarbeiter, die Zulieferer und die Technologie selbst.“

Lamborghini bleibt skeptisch: kein elektro-modell in sicht
Auch Stephan Winkelmann, Präsident und CEO von Lamborghini, war beim Motor Valley Fest anwesend. Er äußerte sich zwar verständnisvoll über die Bemühungen Ferraris, betonte aber, dass Lamborghini vorerst nicht auf einen Elektroantrieb setzen wird. „Wir haben entschieden, dass unser viertes Modell ein Plug-in-Hybrid sein wird“, so Winkelmann. „Die Nachfrage nach reinen Elektrofahrzeugen ist in den letzten Jahren gesunken.“ Er betonte, dass die Entscheidung von Lamborghini auf den Bedürfnissen und Wünschen seiner Kunden basiere.
Die Ferrari Luce markiert einen Wendepunkt für Ferrari und die gesamte Automobilindustrie. Ob die Wette auf Elektromobilität aufgeht, wird die Zukunft zeigen. Fest steht jedoch, dass Ferrari mit der Luce ein Statement gesetzt hat und die Diskussion über die Zukunft des Sports wagen angeheizt hat.
