Kimmich: teamgeist in der wm-blamage fehlte!
Ein deutlicher Stimmwandel in der deutschen Fußballnationalmannschaft! Kapitän Joshua Kimmich hat im Gespräch mit Sports Illustrated eine ehrliche Analyse der Ereignisse in Katar gegeben und eine deutliche Verbesserung im Zusammenhalt des Teams festgestellt. Die Erinnerung an das frühe Aus bei der WM 2022 sitzt tief, doch Kimmich sieht Licht am Ende des Tunnels vor dem Turnier in den USA, Mexiko und Kanada.

Die kabine als spiegelbild des teamgeists
„Du sitzt in der Kabine, und da ist ein Team“, so Kimmich. Im Rückblick auf die WM in Katar schilderte er, dass er in manchen Phasen das Gefühl hatte, „dass der eine oder andere zur Nationalmannschaft fährt und es ihm nur um sich selbst geht.“ Ein Vorwurf, der in der Öffentlichkeit für viel Kritik gesorgt hatte. Nun scheint sich die Situation verändert zu haben.
Kimmich betont, dass er nun spüre, „dass es jedem Einzelnen wirklich wichtig ist, dass wir als Team erfolgreich sind.“ Die Freude am Tragen des Trikots der Nationalmannschaft sei zurückgekehrt, und das sollte auch so bleiben. „Es ist nicht mehr selbstverständlich, bei der Nationalmannschaft dabei zu sein, es ist etwas Besonderes. Und das sollte es auch“, erklärte der 31-Jährige.
Doch wie baut man diesen Teamgeist auf? Kimmich relativiert die Bedeutung von gemeinsamen Aktivitäten abseits des Platzes. „Ein Mannschaftsabend allein werde niemals dazu führen, dass alle auf dem Platz Freunde sind“, stellte er klar. Vielmehr sieht er den Schlüssel in der Leistung auf dem Spielfeld. „Wenn wir allerdings im Spiel an einem Strang ziehen und dann abends noch Bock haben, gemeinsam wegzugehen, kann das wie ein Katalysator wirken. Andersherum funktioniert das nicht.“
Die Worte des Kapitäns sind ein deutliches Signal an den DFB und an die Öffentlichkeit: Die deutsche Nationalmannschaft hat aus ihren Fehlern gelernt und arbeitet daran, eine Einheit zu werden. Ob diese Bemühungen ausreichen werden, um bei der WM 2026 in Nordamerika zu bestehen, wird die Zeit zeigen. Aber die Zeichen stehen gut, dass der Kapitän Recht hat: Der Teamgeist ist zurück – und das ist der wichtigste Baustein für den Erfolg.
