Fernández trotzt der apendicitis: motogp-sensation in brünn!
Raúl Fernández hat in Brünn bewiesen, dass Herz und Entschlossenheit manchmal stärker sind als körperliches Leid. Der Spanier qualifizierte sich trotz einer diagnostizierten Apendicitis für das Q2 – ein Wunder, das selbst ihn selbst überraschte. Während die Schmerzen unverkennbar sind, schaffte es der Trackhouse-Pilot, sich in die Top-10 zu kämpfen und damit die Hoffnung auf ein starkes Rennergebnis am Sonntag am Leben zu erhalten.
Ein wettlauf gegen die zeit und die schmerzen
Die Diagnose fiel bereits am Mittwoch, und eine Operation schien unausweichlich. Doch Fernández riskierte es und versuchte, das Rennwochenende zu überstehen – ein riskantes Spiel, das sich nun auszahlen könnte. „Ich bin sehr froh, dass ich nicht außerhalb des Landes operiert werden musste“, erklärte er nach dem Qualifying, „als ich am Mittwoch gegessen habe, ging es mir plötzlich sehr schlecht.“ Die Ärzte sahen eine Entzündung, die noch nicht so weit fortgeschritten war, dass eine sofortige Operation notwendig war. Ein Glücksfall, der Fernández die Chance gab, zumindest zu kämpfen.
Fernández‘ Zustand ist nach wie vor prekär. Er beschrieb seine Situation als „verrückt“ und gestand, dass er kaum Kraft habe. Die stundenlangen Arztbesuche und die Notwendigkeit, nüchtern zu bleiben, um Tests durchführen zu lassen, haben ihm die Möglichkeit genommen, sich richtig auf das Wochenende vorzubereiten. „Normalerweise bereite ich mich intensiv vor, aber ich hatte keine Zeit dafür“, so Fernández.

Aprilia's blick in die zukunft: ein test, der alles verändern könnte
Ein weiterer Aspekt, der die Situation kompliziert, ist der geplante Test mit der Aprilia 2027 am kommenden Montag. Aprilia hatte bereits in Frankreich mitgeteilt, dass Fernández an diesem Test teilnehmen soll, und diese Pläne scheinen weiterhin zu gelten. Es ist ein entscheidender Moment für seine Zukunft im Team, da er noch keinen Vertrag für die kommende Saison besitzt. Francesco Guidotti, sein Teamchef, deutete an, dass Fernández’ Teilnahme an diesem Test ein positives Signal für eine mögliche Vertragsverlängerung sei.
„Es ist ein bisschen wie ein Wunder, dass ich nach all dem, was passiert ist, überhaupt im Q2 stehe“, gestand Fernández. „Aber unser Ziel ist es, in Assen bei voller Kraft zu sein, und dieser Test ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung.“
Obwohl der Sprint am Sonntag eine Herausforderung darstellen könnte, bleibt Fernández optimistisch. „Wir werden versuchen, bis zum Schluss zu kämpfen“, versprach er. Und mit einem gewissen Augenzwinkern fügte er hinzu: „Ich bin einfach froh, dass ich nicht operiert werden musste – das ist im Moment das Wichtigste.“
