Wm-skandal um wahi: elfenbeinküste zeigt sich unbeeindruckt

Toronto – Der Schatten eines Ermittlungsverfahrens hängt über der Elfenbeinküste, aber Coach Emerse Faé lässt sich nicht beirren. Vor dem entscheidenden Duell gegen Deutschland am Samstag hält der Trainer fest: Sein Stürmer Elye Wahi ist bereit und wird alles geben, um sein Team voranzubringen. Ein psychologischer Vorteil für die Ivorer im Kampf um die K.o.-Runde?

Die einreise-hürde und ihre folgen

Die turbulente Einreise des Frankfurter Angreifers Wahi nach Kanada sorgte in den letzten Tagen für Schlagzeilen. Ein Ermittlungsverfahren in Frankreich wegen des Verdachts auf organisierten Betrug, Korruption im Sport und Geldwäsche hatte seine Reise zunächst gefährdet. Doch am Donnerstag erfolgte schließlich die erlösende Freigabe. Faé betonte, dass Wahi die Situation professionell gemeistert habe: „Die beste Person, die diese Frage beantworten kann, ist Elye selbst. Er hat keine Anzeichen von Nervosität oder Entmutigung gezeigt.“

Ein entscheidender Faktor für den Ausgang des Spiels? Der Angreifer, der zwar an OGC Nizza ausgeliehen ist, hatte beim Auftaktmatch gegen Ecuador (1:0) bereits in der Startelf gestanden und bewiesen, dass er trotz der Belastung einsatzbereit ist. Nun gilt es, diese Stabilität in das entscheidende WM-Spiel gegen Deutschland zu übertragen.

Mehr als nur ein spiel: afrikanischer kontinent zählt auf die elfenbeinküste

Mehr als nur ein spiel: afrikanischer kontinent zählt auf die elfenbeinküste

Für die Elfenbeinküste geht es bei diesem Turnier um mehr als nur den Einzug in die K.o.-Runde. Faé betonte den Druck, der von der gesamten afrikanischen Bevölkerung ausgeht: „Ich glaube, dass der afrikanische Kontinent auf uns zählt.“ Die Ivorer wollen zeigen, dass sie zu den Top-Teams auf der Welt gehören und nicht nur Zuschauerrolle einnehmen. Ein Sieg gegen Deutschland würde nicht nur die Chancen auf den Gruppensieg erhöhen – bei einem gleichzeitigen Erfolg oder Unentschieden Ecuadors gegen Curacao – sondern auch ein wichtiges Signal an den Rest der Welt senden.

Die bisherigen WM-Teilnahmen der Elfenbeinküste in den Jahren 2006, 2010 und 2014 endeten immer in der Vorrunde. Diesmal soll es anders sein. Mit einem mutigen Auftritt und der Unterstützung des gesamten Kontinents wollen die Ivorer Geschichte schreiben – und Deutschland dabei den Platz weisen.

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