Feldberg-fieber: jan bickel jagt amateur-rekord!

Kelkheim (Taunus) – Der 1. Mai steht vor der Tür und mit ihm das Spektakel Eschborn-Frankfurt. Während die Profis um den Sieg kämpfen, hat ein Mann ein ganz anderes Ziel: Jan Bickel aus Kelkheim will den Feldberg als schnellster Amateur bezwingen. Ein ehrgeiziges Vorhaben, das ihn schon seit Jahren beschäftigt.

Die obsession mit dem berg

Der Feldberg, die höchste Erhebung im Taunus, übt seit Kindertagen eine besondere Faszination auf Bickel aus. "Ich komme aus der Region und der Berg war schon immer ein Symbol für Herausforderung und Erfolg", erklärt der 34-Jährige im Gespräch mit hr-Sport. Rund elf Kilometer steiler Anstieg mit einer durchschnittlichen Steigung von über fünf Prozent – ein Kraftakt, der alles abverlangt. Doch Bickel ist vorbereitet.

15 Stunden Training pro Woche sind kein Problem für den ambitionierten Radsportler. Disziplin ist hier das Schlüsselwort. "Man muss bereit sein, Opfer zu bringen, um sein Ziel zu erreichen“, so Bickel, der sich akribisch auf den Wettkampf vorbereitet hat. Dazu gehört auch ein strenger Ernährungsplan, denn „jedes Gramm zählt am Berg.“

Die fans als turbo

Die fans als turbo

Bickel nahm bereits 2024 erstmals an dem Amateurrennen teil. Damals war das Ziel, die Strecke überhaupt zu schaffen. Doch der Ehrgeiz war geweckt. Im vergangenen Jahr fuhr er einen Schnitt von 36,7 Stundenkilometern – und darf sich nun in der ersten Startgruppe der Amateure präsentieren. Die Unterstützung der Zuschauer ist für ihn ein wichtiger Motivator. „Die Leute am Straßenrand sind der absolute Hammer. Man fühlt sich wie ein Profi. Das ist unbeschreiblich“, schwärmt er von seinen bisherigen Erfahrungen.

Während die Profis um 11:40 Uhr ihre Köpfe in den Wind strecken, startet Bickel bereits kurz vor 9 Uhr. Ob er tatsächlich den schnellsten Amateur ausspielen kann, wird sich am 1. Mai zeigen. Aber eines ist sicher: Jan Bickel wird alles geben, um seinen Traum vom Feldberg-Triumph zu verwirklichen. Denn die Leidenschaft für den Radsport und die Herausforderung, die der Berg bietet, treiben ihn an – und das ist mehr wert als jede Zeitmessung.