Fantacalcio-quake: nadini rüttelt am thron – 1,5 punkte reichen nicht

Ein halber Zähler. Mehr nicht. Und trotzdem wirft die 28. Spieltag-Wertung des Fantacampionato die Gesamtwertung durcheinander: Luca Nadini führt weiter, aber Davide Arpini atmet ihm mit 1940,0 Punkten auf 1942,0 Punkten in den Nacken – die engste Führung seit Wochen.

Scamacca-show lässt lazio-pleite vergessen

Gianluca Scamacca war der Matchwinner im 2-0 der Lazio gegen Sassuolo, katapultierte Mirko Valentino mit 101,5 Zählern auf Tagesrang eins. Dahinter lauern Emiliano Polliotti (100,5) und Gilberto Bruno (99,5) – alles Manager, die ihre Kapitänsbinde auf Doppel-Torschützen setzten und damit das Risiko belohnt bekamen. Die Gazzetta-Redaktion notierte eilig die neuen Fantavoti, doch die Spannung entlädt sich erst, wenn man die drei Tabellen nebeneinander legt.

Tagessieger Valentino schafft es gerade mal auf Platz 47 der Gesamtwertung – ein Beleg dafür, wie sehr die Saaldecke in dieser Phase des Fantacalcio aus Beton zu sein scheint. Oben droht kein Sturz, aber jeder Zähler wird zur Zitterpartie. Besonders für Walter Barani, der in der General- und in der Leser-Liga auf Rang vier liegt und damit das seltene Double-Risiko trägt, an zwei Fronten gleichzeitig zu kollabieren.

Die leser-armada zieht davon

Die leser-armada zieht davon

Während die klassische Liga noch um Dezimalstellen zittert, haben die Abonnenten der Gazzetta dello Sport längst ihre eigene Galaxie eröffnet. Roberto Biagioni führt dort mit 2314 Punkten – 372 Zähler vor Nadini in der „normalen“ Tabelle. Das zeigt: Wer die täglichen Bonusfragen der Zeitung löst, wer die Gewinnspiele und Sonder-Captain-Days mitnimmt, der fräst sich eine Parallelrealität, in der 50-Punkte-Sprünge möglich sind.

Lo que nadie cuenta ist: Die 29. Serie steht vor der Tür, der 29. Spieltag wird zur letzten Chance, vor der Endphase noch einmal die Kapitänsbinde umzulegen. Denn danach zählt nur noch Kopf- oder Zahl – und die Meisterschaft kann an einem einzigen Elfmeter zerplatzen.

Die Kugel rollt weiter, die Tabellen sind keine Excel-Listen mehr, sondern Pulsmesser einer ganzen Subkultur. Und wenn am Montag wieder die Voti online gehen, wird irgendwo in Italien ein Manager feststellen, dass 0,5 Punkte reichen – oder eben auch nicht.