Youssoufa moukoko explodiert und schleift kopenhagen ins pokalfinale – seine tore sind mehr als nur ein befreiungsschlag

Youssoufa Moukoko hat sich in einer einzigen Nacht vom Sorgenkind zum Matchwinner gemausert. Mit zwei Treffern beim 2:1-Sieg von FC Kopenhagen in Viborg schießt der einstige BVB-Hoffnungsträger seine neue Klubfarbe ins dänische Pokalfinale – und beendet eine torlose Misere von 126 Tagen.

Moukoko trifft nach keeper-patzer und lässt die krise vergessen

Die erste Aktion war nicht mehr als ein Abstauber, doch sie war Gold wert. Lucas Lund rutscht beim Rückpass durch, Moukoko reagiert blitzschnell – 1:0. „Vielleicht das einfachste Tor seiner Karriere“, spottet Tipsbladet, doch das tut der Sache Unrecht. Denn genau diese einfachen Treffer waren ihm zuletzt verwehrt.

Nach dem Ausgleich durch Thomas Jörgensen braucht der Stürmer im zweiten Durchgang keine 50 Sekunden. Er nimmt einen Steilpass mit, visiert die lange Ecke an – 2:1. Endlich wieder ein Doppelschlag, endlich wieder Selbstvertrauen. Die letzten drei Liga-Tore hatte er zwischen August und November erzielt, danach folgten 18 Spiele ohne Treffer. Drei Tore, ein Assist – das war die magere Bilanz, mit der er in die Winterpause ging.

Kopenhagen rettet die saison in letzter minute

Kopenhagen rettet die saison in letzter minute

Für den dänischen Rekordmeister ist der Finaleinzug ein Rettungsanker. Zum ersten Mal seit 2013 verpasste Kopenhagen die Meisterrunde, lag in der Superligaen sogar im unteren Tabellendrittel. Trainer Jacob Neestrup stand auf der Kippe, die sportliche Leitung suchte nach Antworten. Jetzt gibt es zumindest eine Trophäe, die noch zu holen ist.

Moukoko wurde im Sommer als Turbo verpflichtet, sollte die gestrandete Karre wieder ans Laufen bringen. Stattdessen geriet er selbst zum Symbol der Krise. 18 Millionen Euro Ablöse zahlte der BVB 2022 für ihn ein, doch die erhoffte Durchbruch-Saison blieb aus. In Kopenhagen wollte er neu starten, doch bislang lief es nur stockend.

Die Nacht in Viborg könnte die Wende markieren. „Wir haben gesehen, was er kann, wenn er sich befreit“, sagt Neestrup nach dem Abpfiff. „Solche Tore verändern Köpfe.“ Für Moukoko heißt das: Endlich wieder Tore statt Fragen, endlich wieder Jubel statt Pfiffe. Das Finale steht am 1. Mai an, Gegner wird entweder FC Midtjylland oder Bröndby sein. Ein Titel würde nicht nur die Saison retten, sondern auch die Geschichte des einstigen Wunderknaben eine neue Richtung geben.