Fanny smith schraubt karriere-bilanz auf 90 podestplätze: craigleith liefert perfekten wm-warm-up
Craigleith (ont) – Fanny Smith jagt Rekorde, nicht Gegner. Mit Platz drei beim Ski-Cross-Weltcup in Ontario schraubt die 32-jährige Bernerin ihre Podest-Bilanz auf 90 – eine Zahl, die selbst Sandra Näslund kurz stutzen lässt. Sonntag, 14:23 Uhr Ortszeit: Smith hebt die Skistöcke, grinst in die Fernsehkamera und weiß: Die Kristallkugel ist zwar weg, das Selbstvertrauen für die Heim-WM in den Schweizer Alpen aber zurück.
Schweizer damen retten die ehre – männer laufen leer
Während Smith souverän durchs Tableau rutschte und erst im Halbfinale die Grenze von Näslund und Berger Sabbatel spürte, verloren Saskja Lack und Talina Gantenbein im Viertelfinale den Anschluss. Rang fünf und sechs – für den Verband bitter nötige Punkte, für die Athletinnen nur halber Genuss. „Wir wollten beide ins Finale, das Ziel war klar“, sagte Lack mit zittriger Stimme, „aber die Näslund-Gruppe war heute eine Mauer.“
Bei den Männern blieb Ryan Regez als letzter Schweizer hängen – und das schon im Viertelfinale. Kein Podest, kein Trost. Die kanadischen Zuschauer feierten stattdessen ihre Lokalfavoriten, während das Schweizer Coaching-Team bereits die Videoanalyse für die Generalprobe in Reiteralm startete.

Näslund baut führung aus – berger sabbatel erstmals in der zone
Die Schwedin Sandra Näslund fuhr ihren vierten Saisonsieg und baute die Gesamtführung auf 182 Punkte aus. Für sie zählt nur die Titelverteidigung. „Ich schaue nicht auf die Kugel, ich schaue auf die Linie“, sagte sie – und meinte die Startlinie, nicht die Ziellinie. Dahinter landete Marielle Berger Sabbatel aus Frankreich erstmals in dieser Saison auf dem Stockerl. „Ich habe endlich den Speed mit der Technik verheiratet“, lachte die 25-Jährige.
Für Smith bleibt die Rechnung einfach: Ein Sieg, ein dritter Platz, 160 neue Punkte – und die Gewissheit, dass sie in Val Thorens noch einmal angreifen kann. Die 90 Podestplätze sind kein Endpunkt, sondern ein Sprungbrett. „Ich fahre solange, bis die Nummer 100 fällt“, sagte sie nach dem Rennen. Die Konkurrenz weiß Bescheid.
