Fan stirbt vor wm-test: aztekenstadion wird zur falle
Der Traum vom Fußballfest wurde zur Todesfalle. Noch vor dem ersten Pfiff des WM-Tests Portugal gegen Mexiko ereignete sich vor dem Estadio Azteca ein Drama, das die FIFA in die Schranken heißt.

Chaotische szenen vor dem historischen stadion
Chaos, Panik, ein toter Fan. Die Bilder, die um 01:26 Uhr Ortszeit durch soziale Netzwerke kursieren, zeigen Menschenmassen, die gegen die verschlossenen Tore des Mythos-Arenas drücken. Mehrere Zuschauer erlitten Herzstillstand, wie mexikanische Medien übereinstimmend berichten. Die Polizei bestätigte einen Todesfall, weitere Kritische werden in Krankenhäusern behandelt.
Das Testspiel galt als Generalprobe für die WM 2026, doch schon der Zugang wird zum Spiegelbild organisatorischer Katastrophe. Tickets waren offenbar überbucht, Sicherheitskräfte überfordert. „Wir sind hereingewunken worden, dann ging die Welt unter“, sagt ein portugiesischer Anhänger, der nur Meter vom Unfallort stand.
Die FIFA reagierte mit Standardphrasen, kündigte „eine gründliche Untersuchung“ an. Dabei hatte der Weltverband das Spiel selbst als „Stress-Test für neue Sicherheitsprotokolle“ beworben. Das Protokoll ist gescheitert – und die Betroffenen fragen sich, wie ein Freundschaftsspiel binnen Minuten zur Todeszone werden kann.
Lo que nadie cuenta es que das Aztekenstadion seit Jahren unter chronischem Investitionsstau leidet. Die Tribünen sind marode, die Fluchtwege veraltet. Stadiondirektor Gabriel Roa versprach bereits 2023 „eine Komplettsanierung bis 2025“. Heute steht fest: Die Sanierung wurde nie begonnen.
Die Konsequenzen dürften weit über Mexiko-Stadt hinausgehen. Sponsoren ziehen sich zurück, Staatsanwälte ermitteln wegen fahrlässiger Tötung. Und die Fans? Die schauen in eine Zukunft, in der das größte Sportevent der Welt in Stadien stattfindet, die nicht einmal ein Testspiel verkraften.
Die Zahl spricht für sich: 78 000 verkaufte Tickets, 62 000 offizielle Sitzplätze. Der Rest war reine Gier – und wurde mit einem Leben bezahlt.
