Lazio rom: schwangerschaft kostet göthberg – cas entscheidet eindeutig
Ein Schlag für Lazio Rom, ein Sieg für den Frauensport: Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) hat dem italienischen Verein die Zahlung von 69.333 Euro an die schwedische Fußballerin Maja Göthberg zugesprochen. Der Grund: Lazio Rom kündigte den Vertrag der Spielerin fristlos, kaum nachdem sie ihre Schwangerschaft öffentlich bekannt gegeben hatte – eine Entscheidung, die nun als rechtswidrig gewertet wird.
Der vertrag bestand, auch ohne unterschrift
Der Fall Göthberg hatte bereits für Aufsehen gesorgt. Der CAS stellt nun klar: Ein rechtsgültiger Arbeitsvertrag kann auch ohne formelle Unterschrift oder Registrierung bestehen. Entscheidend ist, dass die Vereinbarung vor der Schwangerschaftsangabe Gültigkeit hatte. Der italienische Verein begann erst, als er von der Schwangerschaft erfuhr, die Gültigkeit des Vertrages in Frage zu stellen – ein Vorgehen, das der CAS scharf kritisiert.
Die FIFPRO, die globale Spielergewerkschaft, bezeichnete das Urteil als „wegweisend“. Alexandra Gomez Bruinewoud, Rechtsdirektorin der FIFPRO, betonte, dass Klubs nicht einfach aus Verträgen ausssteigen können, sobald eine Spielerin schwanger wird. „Das Urteil sendet eine Botschaft, dass eine Schwangerschaft niemals als Problem oder als Grund angesehen werden sollte, einer Spielerin Arbeitsmöglichkeiten zu verweigern.“

Mehr als nur eine summe: ein präzedenzfall
Göthberg spielte in der Saison 2023/24 für Lazio Rom und stieg mit dem Verein in die Serie A auf. Das Verfahren, das sie eingeleitet hat, könnte nun die zukünftige Anwendung von Schutzbestimmungen bei Schwangerschaften im Profifußball maßgeblich prägen. Das Urteil ist ein deutliches Zeichen, dass der Schutz von Spielerinnen während und nach der Schwangerschaft im Profifußball endlich ernst genommen wird.
Die Summe von 69.333 Euro mag für Göthberg eine spürbare Entschädigung sein, doch die wahre Bedeutung des Urteils liegt in der Signalwirkung. Es ist ein Sieg für alle Spielerinnen, die in Zukunft vor ähnlichen Diskriminierungen geschützt werden sollen. Es zeigt, dass Fairness und Respekt im Sport nicht nur leere Worthülsen sind, sondern auch rechtlich durchgesetzt werden können.
