Extremsportler jan schlappen: sprung vom leben und hirnblutung!
Jan Schlappen, der Mann, der Parkour zur Kunstform erbaute, hat eine Geschichte, die ebenso atemberaubend ist wie seine Sprünge. Vom Sprung vom 10-Meter-Turm zum Triumph über die legendäre „Lyon 25“ – und dem schockierenden Zwischenstopp mit einer Hirnblutung. Ein Porträt des mutigsten Sportlers Deutschlands.
Die faszination des parkour: mehr als nur ein trick
Für Jan Schlappen ist Parkour nicht einfach nur ein Sport, sondern eine Lebenseinstellung. „Alles, wo es Treppen, Wände oder Geländer gibt, ist ein großer Spielplatz für mich“, erklärt er im Sport1-Podcast Deep Dive. Die Euphorie, die er empfindet, wenn er einen neuen Trick beherrscht, ist spürbar. Es ist diese unbändige Kreativität und die ständige Suche nach neuen Herausforderungen, die den Parkour so einzigartig machen.
Schlappens Ziel war klar: die „Lyon 25“, eine legendäre Treppe, die in der Extremsport-Szene Kultstatus genießt. 25 Stufen, vier Meter hoch, sieben Meter weit – aus Beton. Ein Hindernis, das bereits im Oktober 2018 von Freerunner Dominic Di Tommaso überwunden wurde, jedoch mit einem gebrochenen Sprunggelenk endete. Schlappen sah darin nicht etwa eine Warnung, sondern eine Herausforderung. „Das will ich auch unbedingt probieren“, sagte er sich.

Der sprung vom leben: triumph und gefahr
Nach jahrelangem Training und unzähligen Versuchen war es dann soweit. Eine 12-stündige Autofahrt führte Schlappen und sein Team nach Lyon, wo der Druck enorm war. „Wenn du hier klickst, siehst du Instagram-Inhalte und willigst ein, dass deine Daten zu den in der Datenschutzerklärung von Instagram dargestellten Zwecken verarbeitet werden. Sport1 hat keinen Einfluss auf diese Datenverarbeitung.“ Doch Schlappen ließ sich nicht beirren. Der Sprung gelang – ein Moment höchster Erfüllung. „Ich bin gelandet, habe mich abgerollt und dann gleich fünf, sechs, sieben Schritte gemacht, um zu gucken, ob meine Hacke gebrochen ist oder nicht. Als dann alles okay war, bin ich ausgerastet“, schwärmt er.
Schlappen gesteht offen: „Eigentlich war es mir auch scheißegal, ob ich mir auch die Hacke breche. Ich wollte diesen Sprung unbedingt schaffen.“ Eine Einstellung, die seine Mutter, eine besorgte Seele, nicht teilen kann. „Meine Mutter ist eher ängstlich, die will davon gar nichts hören, was ich so mache“, gibt Schlappen zu. Im Gegensatz dazu findet sein Vater die Aktionen seines Sohnes „eigentlich ganz geil“ und verfolgt jedes Video mit Begeisterung.

Der schock: hirnblutung in mexiko
Doch die Welt des Extremsports ist auch von Verletzungen geprägt. Ein harmlos wirkender Sprung in Mexiko endete für Schlappen in einem Krankenhaus. „Wir waren mit einer großen Truppe unterwegs. Dann habe ich zwei Stahlträger auf knapp drei Metern Höhe gesehen und dachte: Wie geil wäre das denn?“, erinnert er sich. Der Backflip misslang, und Schlappen landete mit dem Kopf zuerst auf dem Beton. Die Diagnose: Hirnblutung. „Es wurde erst zwei Tage später festgestellt, weil der Sanitäter ein Quatschkopf war“, schildert Schlappen den chaotischen Ablauf. Glücklicherweise konnte er nach einigen Tagen Ruhe wieder nach Deutschland fliegen.

Kapitän der „nacktschmannschaft“ und die unbändige leidenschaft
Trotz der schweren Verletzung kehrte Schlappen zu seinem geliebten Parkour zurück. „Das geht überhaupt nicht anders. Ich muss einfach Parkour machen“, betont er. Und er fand auch eine weitere unkonventionelle Ausdrucksform: Als Kapitän der „NacktschMannschaft“ tritt er mit seinen Teamkollegen nackt Fußball auf – ein sportlicher Wettbewerb, der zwar weniger riskant ist als seine Parkour-Sprüge, aber dennoch perfekt zu seinem unkonventionellen Lebensstil passt. Wenn du hier klickst, siehst du YouTube-Inhalte und willigst ein, dass deine Daten zu den in der Datenschutzerklärung von YouTube dargestellten Zwecken verarbeitet werden. Sport1 hat keinen Einfluss auf diese Datenverarbeitung.“
Jan Schlappen ist mehr als nur ein Extremsportler. Er ist ein Symbol für Mut, Entschlossenheit und die unbändige Leidenschaft für das, was man liebt. Seine Geschichte zeigt, dass selbst die größten Risiken sich lohnen können, wenn man seinen Träumen folgt – auch wenn der Weg dorthin von Verletzungen und Herausforderungen gepflastert ist. Seine Mutter mag zwar Angst haben, aber Jan Schlappen beweist: Manchmal muss man den Sprung ins Ungewisse wagen, um wirklich zu leben.
