Everest-drama: serac-sturz verletzt bergsteiger und sherpa

Ein dramatischer Vorfall auf dem Mount Everest hat zu schweren Verletzungen von Bergsteiger und Sherpa geführt. Ein Serac, ein instabiler Eisbrocken, löste sich in der gefährlichen Khumbu-Eisfall-Zone und begrub die beiden unter sich. Die Rettungsaktion, die sich über Stunden hinzog, verdeutlicht die immensen Gefahren, denen sich Alpinisten auf der Spitze der Welt stellen müssen.

Die hintergründe des unglücks

Die hintergründe des unglücks

Die Routenpräparierung auf dieser Schlüsselstelle des Everest war in diesem Frühjahr aufgrund einer riesigen Eismasse bereits verzögert worden. Diese Masse hatte die sichere Passage bedroht und die Vorbereitung für die kommende Saison erschwert. Nun kam es dann zur Katastrophe: Ein rund 20 Meter hoher Eisbrocken brach ab und stürzte auf den Weg zum Camp 2, ausgelöst durch den Zerfall des Seracs. Ein herannahender Bergsteigerteam wurde dabei von der Lawine erfasst.

Pemba Tenduk Sherpa, ein erfahrener Bergführer mit 44 Jahren, und Nimish Kumar Singh, ein 40-jähriger indischer Bergsteiger, der Teil der Pioneer Adventure Expedition war, erlitten die schwersten Verletzungen. Andere Sherpas, die sich in der Nähe befanden, reagierten sofort und begannen mit der Bergung der beiden Verletzten. Die Alarmierung des Basecamps erfolgte umgehend, von wo aus ein Hubschrauber angefordert wurde.

Die Verletzten wurden in Sicherheit gebracht und in das Krankenhaus in Kathmandu geflogen, wo sie medizinisch versorgt wurden. Zum Glück werden ihre Verletzungen nicht als lebensbedrohlich eingestuft. Das Unglück wirft ein düsteres Licht auf die aktuelle Everest-Saison, die bereits vor wenigen Tagen ihren ersten Todesfall verzeichnete. Lakpa Dendi Sherpa, 52, stürzte auf dem Weg vom Gorakshep-Camp zum Basecamp und erlitt tödliche Verletzungen.

Die Ereignisse verdeutlichen, dass der Everest auch für erfahrene Bergsteiger und Sherpas eine unberechenbare Gefahr darstellt. Die Eismassen sind ständig im Wandel, und selbst sorgfältige Vorbereitungen können nicht alle Risiken ausschließen. Die Sherpa-Gemeinschaft, die eine zentrale Rolle bei der Unterstützung der Expeditionen spielt, trauert um einen ihrer erfahrensten Mitglieder und steht nun vor der Herausforderung, das Vertrauen in die Sicherheit des Everest wiederherzustellen. Die Zahl der Todesfälle auf dem Everest in den letzten Jahrzehnten ist besorgniserregend und zeigt, dass die Risiken des Bergsteigens immer noch immens sind.