Evenepoel schlägt sich für lipowitz – vingegaard zerstört den plan
Remco Evenepoel arbeitete auf der Collada de Sant Isidre für Florian Lipowitz, doch Jonas Vingegaard spielte die Rolle des Zerstörers. Die Volta a Catalunya wurde zur Machtdemonstration des Dänen – und zur Demütigung der deutschen Red Bull-BORA-Truppe.
Evenepoels opfer bringt nichts
Der Belgier riss das Feld auseinander, attackierte auf der Abfahrt, setzte Felix Gall unter Druck – alles für Lipowitz. Doch als Vingegaard auf Queralt zündete, war Lipowitz sofort im Defizit. 15 Sekunden Rückstand, dann 30. Die Generalprobe endete in Offenbarung: Der Deutsche ist nicht bereit, mit dem dreimaligen Tour-de-France-Sieger zu tanzen.
Lipowitz‘ Gestik nach dem Ziel verriet mehr als seine Worte. „Remco war stark, wir haben Gall abgeschüttelt. Aber Jonas war einfach eine Nummer zu groß“, sagte er mit zitternder Stimme. Die Frustration war echt, die Konkurrenz lachte hinter vorgehaltener Hand: Der Favoritenschreck von Tirreno-Adriatico ist in Catalonien nur Statist.

Montjuïc wird zur letzten chance
Heute führt die Siegerehrung über sieben Runden auf dem Montjuïc. Sprints, enge Kurven, 340 Höhenmeter pro Runde – ein Parcours, der normalerweise Evenepoel liegt. Doch nach dem Gestern ist klar: Selbst wenn Red Bull-BORA noch einmal alles in die Waagschale wirft, muss Vingegaard nur Rad fahren, um das Gesamtklassement zu sichern. Die Königsfrage bleibt: Wer kann den Dänen überhaupt noch das Wasser abgraben?
Die Antwort liegt im Wind von Barcelona: Niemand. Die Volta ist gelaufen, bevor sie offiziell endet.
