Evenepoel pausiert: tour-vorbereitung im höhencamp!

Remco Evenepoel schockiert das Peloton: Nur noch knapp zwei Monate vor dem Start des Tour de France setzt der belgische Superstar auf eine ungewöhnliche Taktik. Der Ausstieg aus dem Tour Auvernia-Ródano-Alpes, dem Nachfolger des Critérium du Dauphiné, bedeutet eine komplette Umstrukturierung seiner Vorbereitung – und wirft Fragen auf.

Ein strategischer rückzug vor dem rampenlicht

Während Paul Seixas parallel seine ambitionierten Pläne für die Saison bekannt gab und seinen Start bei der Tour de France 2026 verkündete, zieht es Evenepoel in die Stille des Höhentrainingslagers. Der Verzicht auf die traditionelle Dauphiné-Teilnahme, die als wichtige Generalprobe vor der Grande Boucle gilt, ist ein klares Signal: Der Druck soll abfallen, die Konzentration auf das Wesentliche gelegt werden. Eine ungewöhnliche Entscheidung, angesichts des spärlichen Renngeschehens in diesem Jahr.

Lediglich 4.200 Kilometer hat Evenepoel in der Saison 2026 bisher in Wettbewerben zurückgelegt – ein ungewöhnlich geringer Wert für einen Fahrer seiner Ambitionen. Auch wenn seine bisherigen Ergebnisse beeindrucken, ist ein zweimonatiger Wettkampf-Trockenübungsschritt vor dem Tour de France selten der gewählte Weg zur optimalen Form. Die Entscheidung wirft ein Schlaglicht auf die psychologische Belastung, der ein Fahrer von Evenepoels Format ausgesetzt ist.

Seine bisherige Saison war geprägt von Erfolgen: Siege in Ses Salines, Tramuntana und Andratx-Pollença auf Mallorca, ein Podiumsplatz beim Tour de Flandern, der Sieg bei der Amstel Gold Race und ein weiterer Platz auf dem Podium in Lüttich-Bastogne-Lüttich hinter Pogacar und Seixas. Auch in den Etappenrennen zeigte er sich in Topform, mit einem Sieg in der Comunidad Valenciana sowie Platz zehn beim UAE Tour und Rang fünf in Katalonien. Hochalpine Rennen fehlten jedoch – genau jene Art von Rennen, die den Tour Auvernia-Ródano-Alpes so zur idealen Vorbereitung macht.

Die Frage, die nun im Raum steht, ist, ob dieser radikale Wechsel in der Trainingsstrategie aufgeht. Ob Evenepoel durch den Verzicht auf den Wettkampf-Alltag seine Form finden kann, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch sicher: Mit dieser Entscheidung hat er das Rennen um die Vorbereitung auf den Tour de France neu entfacht.

Die zeichen stehen auf höhenlager

Die zeichen stehen auf höhenlager

Der Fokus liegt nun klar auf dem Höhencamp. Hier will Evenepoel die Grundlagen für seine Tour-Ambitionen legen, abseits von Medienrummel und dem wachen Blick der Konkurrenz. Nur die Zeit wird zeigen, ob diese ungewöhnliche Strategie Früchte trägt und Evenepoel in der Lage sein wird, in Frankreich um den Sieg zu fahren. Die Konkurrenz, allen voran Pogacar, der sich stattdessen dem Tour de Suisse widmet, wird es genau beobachten.