Evenepoel pausiert: fokus auf lüttich – bastogne – lüttich!

Überraschung in der Radsportwelt: Remco Evenepoel, der gerade erst beim Amstel Gold Race einen fulminanten Sieg feierte, verzichtet auf einen Start beim Flèche Wallonne. Ein Schachzug, der die Konkurrenz vor der alles entscheidenden Schlacht um Lüttich in Alarmbereitschaft versetzt.

Strategische erholung vor dem monument

Strategische erholung vor dem monument

Der belgische Olympiasieger hatte nach seinem Triumph in Berg en Terblijt zwar noch Andeutungen gemacht, dass er möglicherweise auch am Ardennen-Klassiker teilnehmen könnte. Doch nun gab sein Team, Red Bull-Bora-hansgrohe, gegenüber Sporza bekannt, dass Evenepoel sich stattdessen der Regeneration widmen wird. “Remco Evenepoel wird nicht an der Flèche Wallonne teilnehmen, um sich von Amstel zu erholen und sich so voll und ganz auf Lüttich – Bastogne – Lüttich zu konzentrieren”, hieß es in der offiziellen Mitteilung.

Diese Entscheidung ist keineswegs eine Bagatelle. Das Monument Lüttich – Bastogne – Lüttich, das am kommenden Sonntag auf dem Programm steht, gilt als eines der anspruchsvollsten Rennen der Saison. Dort trifft Evenepoel auf Tadej Pogacar, seinen erklärten Rivalen, und viele weitere Top-Fahrer. Ein Duell, das die Fans auf der ganzen Welt mit Spannung erwarten.

Die bisherige Bilanz Evenepoels beim Flèche Wallonne liest sich alles andere als berauschend. Bei seinen bisherigen zwei Teilnahmen belegte er lediglich die Plätze 43 und 9. Im Gegensatz dazu konnte er La Doyenne, wie das älteste der fünf Radsport-Monumente auch genannt wird, bereits zweimal in Folge, 2022 und 2023, für sich entscheiden – ein Beweis für seine außergewöhnliche Klasse, besonders wenn er sich optimal vorbereiten kann.

Die Wahl, auf den Flèche Wallonne zu verzichten, könnte sich als genialer Schachzug erweisen. Statt sich in einem weiteren, anstrengenden Rennen zu verausgaben, entscheidet sich Evenepoel für eine strategische Pause, um seine Kräfte für den wichtigsten Termin der Saison zu schonen. Die Frage, die nun bleibt, ist, ob sich dieser riskante Ansatz auszahlen wird. Die Antwort liefert uns der Kampf um den Sieg in Lüttich – Bastogne – Lüttich.