Evenepoel kehrt paris-roubaix den rücken – entscheidung des teams!
Schock in der Radsportwelt: Remco Evenepoel, der zweifache Olympiasieger, wird am kommenden Sonntag nicht bei Paris-Roubaix an den Start gehen. Eine überraschende Kehrtwende, nachdem der Belgier noch am Wochenende einen möglichen Start angedeutet hatte. Das Team Red Bull-Bora-hansgrohe hat ihn zurückgepfiffen.

Fokus auf lüttich–bastogne–lüttich: evenepoels priorität
Die Entscheidung ist gefallen: Evenepoel wird sich stattdessen voll und ganz auf Lüttich–Bastogne–Lüttich am 27. April konzentrieren. Ein Rennen, das er bereits 2022 und 2023 für sich entscheiden konnte. Ein Teamsprecher bestätigte gegenüber Sporza, dass der Plan unverändert bleibe: „Remco wird sich wie geplant auf die Ardennen konzentrieren. Nach seinem beeindruckenden Debüt bei der Flandern-Rundfahrt ist Paris–Roubaix ein Ziel, das wir in den kommenden Jahren gemeinsam in Betracht ziehen können, aber im Moment halten wir an unserem Plan fest.“
Die überraschende Entwicklung rührt daher, dass Evenepoel nach seinem dritten Platz bei der Flandern-Rundfahrt noch signalisiert hatte, sich die „Hölle des Nordens“ genauer ansehen zu wollen. Doch das Management von Red Bull, in dem der Weltmeister im Einzelzeitfahren seit Jahresbeginn aktiv ist, hat nun entschieden, dass der Fokus klar auf Lüttich liegen muss. Ein dritter Sieg in Folge wäre eine bemerkenswerte Leistung.
„Ich lasse die Tür offen, aber ich glaube, andere haben sie bereits geschlossen“, kommentierte Evenepoel die Situation, wobei er auf die internen Gespräche innerhalb des Teams anspielte. Es scheint, als ob die sportliche Führung eine klare Strategie verfolgt und den jungen Belgier nicht unnötig riskieren will. Die Ardennen sind der Schwerpunkt, und Paris-Roubaix wird auf einen späteren Zeitpunkt verschoben, wenn die Form stimmt und die Bedingungen ideal sind.
Die Frage, die nun bleibt, ist, ob diese Entscheidung Evenepoels Ambitionen langfristig schaden wird. Denn eines ist klar: Paris-Roubaix ist ein Rennen, das nicht nur körperliche, sondern auch mentale Stärke erfordert. Und der Verzicht auf dieses prestigeträchtige Rennen könnte sich auf die Vorbereitung auf andere Ziele auswirken. Die kommenden Rennen werden zeigen, ob die Entscheidung des Teams die richtige war.
