Evenepoel:
Remco Evenepoel hat bei der Flandern-Rundfahrt seine Ambitionen eindrucksvoll unter Beweis gestellt und landete als Dritter eine beachtliche Leistung. Der Red-Bull-Kapitän scheint nach seinem ersten Podiumsplatz gierig nach weiteren Erfolgen im Frühjahr zu sein – und ließ seiner Enttäuschung nach dem Rennen freien Lauf.

Die taktische meisterleistung und die bittere erkenntnis
Evenepoel lobte nach dem Rennen die herausragende Arbeit seines Teams, das ihn optimal für die Schlüsselanstiege Molenberg und Eikenberg positionierte. Die Selektion in der Spitzengruppe war, wie er selbst sagte, „sehr hektisch, aber wir haben das sehr gut gemanaged“. Doch im Finale, nach der zweiten Überquerung des Oude Kwaremont, musste er feststellen, dass er dem Duo Pogacar/van der Poel nicht mehr folgen konnte.
„Im Vergleich mit Mathieu und Tadej bin ich bei den kurzen, scharfen Antritten im Sattel noch nicht auf dem nötigen Level“, analysierte Evenepoel. Und er deutete an, dass dies der einzige Bereich sei, in dem er sich verbessern müsse, um mit den beiden Giganten mithalten zu können. Die Lücke von rund 20 Sekunden, die sich zwischen ihm und den Führenden auftat, konnte er trotz aller Anstrengung nicht mehr schließen.
