Eva lys stolpert erneut: charleston-pleite verlängert saison-flaute
Die Zahlen sind hart: Drei Turniere, drei Auftakt-Niederlagen. In Charleston schlug US-Qualifierin Katie Volynets die Hamburgerin Eva Lys mit 5:7, 6:2, 6:0 – und beendete damit das deutsche Solo im Herren-Betontöpfchen von South Carolina.

Eine reise mit knie und ohne selbstvertrauen
Lys kam frisch aus der Reha. Nach ihrer Knieverletzung post-Australian Open war sie kaum match-fit, das merkte man im dritten Satz: 18 Minuten, kein Spiel gewonnen. Der Körper gehorchte, der Schläger zitterte.
Die 24-Jährige hatte in der Zweitaufschluss-Phase noch Druck gemacht, doch als Volynets die Linien fand, brach Lys’ Spiel auseinander. Fehlende Matchpraxis? Sicher. Aber es ist auch die Kopfsache. Drei Matchbälle liegen jetzt schon in dieser Saison im Sandsack.
Deutsche Fed-Cup-Chefin Barbara Rittner stand am Court 3 und schwieg. Ohne Lys droht dem DTB in Billie Jean King Cup die Qualifikations-Achterbahn. Die nächste Chance auf Punkte: ein 60k in Oeiras – wenn sie startet.
Die US-Hartplatz-Serie ist vorbei, der rote Dirt beginnt. Für Lys heißt es: Körper checken, Training blocken, Selbstbild resetten. Zeit bis Roland Garros: genau 55 Tage. Der Countdown läuft – mit oder ohne Sieg.
