Ev zug schockt rapperswil in 120 sekhen – spieldreher mit slapshot-spektakel

Zwei Schüsse, zwei Tore, ein Spielgedächtnis. Der EV Zug drehte das Playoff-Viertelfinale gegen Rapperswil-Jona binnen 120 Sekunden komplett auf den Kopf und schickte die Lakers mit einem Doppelschlag in die Bedeutungslosigkeit der ersten Halbzeit.

Kubalík startet den blitz mit kanonenschlag

Dominik Kubalík sammelte an der blauen Linie die lose Scheibe, zog ohnehin kurz Dampf und feuerte aus spitzem Winkel unter die Latte. Goalie Nyffeler sah den Slapshot des Tschechen erst, als das Plexiglas bereits zitterte. 1:0 – 30 Minuten waren gespielt, die Zuger Arena riss ihre erste Standing-Ovation des Abends hin.

Zwei Minuten später passte Jan Kovar haargenau in die Schnittstelle, wo Mike Künzle völlig blank stand. Ein Fake, eins über die Schulter – 2:0. Die Lakers standen wie vertauscht, die Coaching-Zone brodelte.

Rapperswil antwortet mit kuriosum und kampfgeist

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Doch der Schein trügt in der National League. Ein abgefälschter Schuss von Strömwall rutschte durch die Schoner von Leonardo Genoni, danach nutzte Rask einen Abpraller im Slot. 2:2 – die Scheibe rollte, die Stimmung kochte, und auf einmal war nichts mehr von der Zuger Dominanz zu sehen.

Die Partie endete mit offenem Visier, beide Teams tauschten Chancen wie Visitenkarten. Für die Lakers ein Lebenszeichen, für Zug eine Warnung: In dieser Serie kann sich alles in zwei Minuten drehen. Und genau das macht diese Playoffs so unberechenbar wie ein Loch im Eis.