Europameisterschaft im pétanque: italien setzt auf gardella und chiapello!
Lorca, Spanien – Die italienische Nationalmannschaft im Pétanque blickt optimistisch auf die bevorstehende Europameisterschaft (18.-21. Juni). Mit einem starken Quartett und dem erfahrenen Teamchef Riccardo Capaccioni sind die Azzurri bereit, um in Spanien um fünf prestigeträchtige Titel zu kämpfen. Nach dem erfolgreichen Heim-Weltmeistertitel in Rom 2025, bei dem Diego Rizzi Gold und Alessio Cocciolo Bronze gewannen, soll nun eine neue Ära der italienischen Pétanque-Dominanz eingeläutet werden.

Die medaillenhoffnungen liegen auf gardella und chiapello
Das Team von Capaccioni setzt vor allem auf die Routiniers Andrea Chiapello und Jacopo Gardella, die bereits zahlreiche nationale Titel errangen. Gardella, als reiner Bocciatore, hat in den letzten Monaten eine beeindruckende Formentwickung gezeigt, die sich in seinen jüngsten Erfolgen widerspiegelt. Sara Ferrera und Vanessa Romeo, die italienischen Meisterinnen des A.B. Genovese, komplettieren das Aufgebot. „Ich denke, wir können mindestens drei der fünf Titel ins Visier nehmen“, erklärte Capaccioni selbstbewusst vor der Abreise nach Spanien. Besonders in der Herren-Doppel, der Herren-Einzel und der gemischten Doppel sieht er gute Chancen auf eine Medaille.
Die Erinnerung an die enttäuschende Europameisterschaft in Martigny 2024, bei der Italien ohne Medaille blieb, soll jedoch als Ansporn dienen. „Martigny war eine sehr ernüchternde Erfahrung“, so Capaccioni. „Wir wollen uns davon nicht lähmen lassen, sondern mit neuer Entschlossenheit in Lorca auftreten.“
Die Konkurrenz wird dabei groß sein. Neben den starken französischen Teams um Ludovic Pereira und dem belgischen Team mit Pascale Renard sind auch die Gastgeber aus Spanien mit Gregorio Molina ernstzunehmende Gegner. „Die Pétanque-Szene hat sich international stark entwickelt. Wir müssen wachsam sein und uns nicht von den vermeintlichen Favoriten einschüchtern lassen. Auch Teams aus der Türkei, Monaco und Deutschland, die uns bereits bei der Weltmeisterschaft geschlagen haben, sind zu berücksichtigen“, warnte der Teamchef.
Die Azzurri reisen mit folgenden Spielern an: Jacopo Gardella, Andrea Chiapello, Sara Ferrera, Vanessa Romeo. Flavio Stani, der beratende Delegierte des italienischen Pétanque-Verbandes, wird das Team in Spanien unterstützen. Luca Palmero, der Assistent von Capaccioni, feiert sein Debüt bei einem internationalen Wettbewerb.
Die EM in Lorca verspricht spannende Duelle und ein hochkarätiges Feld. Ob Italien seine Ambitionen verwirklichen kann, wird sich in den kommenden Tagen zeigen. Ein Sieg wäre nicht nur ein sportlicher Erfolg, sondern auch ein wichtiges Signal für die Zukunft des italienischen Pétanque.
