Los angeles feierte einen 4:1-kantersieg – doch die kelce-brüder zerlegen die us-fans live im podcast

Los Angeles – 4:1, Traumstart, Stimmung wie in einer Bibliothek. Während die Stars and Stripes gegen Paraguay entfesselt spielten, sahen NFL-Ikonen Jason und Travis Kelce nur enttäuschte Gesichter in Reihe sieben. „Wir haben die lauteste Leere der WM erlebt“, donnerte Jason im „New Heights“-Podcast – und machte damit eine Debatte los, die die US-Fan-Kultur aufrollt wie ein verdrehtes Trikot.

„I believe that we can win“ – der lahmste kampfruf der galaxie

Jason Kelce, 38, Super-Bowl-Champion der Eagles, packte die Verachtung in einen Satz: „Das ist einfach nur ein beschissener Gesang.“ Er hätte lieber gehört: „Ich glaube, wir können euch fertigmachen.“ Seine Pointe traf mitten ins Herz der US-Tribünenkultur, die sich bisher auf Sätze verlässt, die man auch im Wartezimmer beim Zahnarzt brüllen könnte, ohne die Patientinnen zu erschrecken.

Travis nickte nur, während er erklärte, warum Brasilianerinnen oder Argentinierinnen anders kochen: „Die bringen pure Drohung mit Samba.“ Kurz. Knackig. Schmerzhaft wahr.

Die tweets fliegen – fans wollen mehr biss statt disney-soundtrack

Die tweets fliegen – fans wollen mehr biss statt disney-soundtrack

Auf X kocht die Community. Ein User schreibt: „Unsere europäischen Freunde zerlegen uns mit ihren Gesängen.“ Ein anderer fordert: „Wir brauchen Gift und Reime statt ‚Sweet Caroline‘.“ Die Liste der vermeintlichen US-Klassiker liest sich wie die Playlist einer öden Hochzeit: „USA! USA!“, „Let’s go, Team!“, und immer wieder der Refrain aus der Selbstoptimierungs-Kantine: „I believe…“

Die Kelces sprechen aus, was viele nur denken: Die amerikanische Tribüne ist familienfreundlich, aber zahnlos. Keine Spur von Spottliedern, keine obszönen Reime, keine Sprechchöre, die gegnerische Keeperinnen nervöser machen als ihre Eltern am Spielfeldrand.

Die lösung liegt nicht im regelwerk, sondern in den kehlen

Die lösung liegt nicht im regelwerk, sondern in den kehlen

Die US-Fans stehen vor einer Zerreißprobe: Entweder sie bleiben die netten Gastgeber, die jedem Gegner höflich applaudieren, oder sie entwickeln endlich ein Repertoire, das die Gänsehaut nicht nur bei Disney-Pixar auslöst. Die WM 2026 ist der letzte Vorhang, bevor die Welt den amerikanischen Fußball endgültig als Event-Sause mit Softdrink-Geschmack abhakt.

Jason Kelce warnte schon am Ende des Podcasts: „Wenn wir gegen England nur klatschen, lachen die uns aus dem Stadion.“ Die Uhr tickt – und die Chancen stehen 50:1, dass sich bis zum Achtelfinale ein neuer Schlachtruf durch die Kehlen der Heimatfans frisst. Die Wette gilt nur, wenn jemand endlich den Mut findet, lauter als die Musik aus der Arena-PA zu singen.