Europa league: freiburg vor aus in braga – elfmeter-drama!

Braga – Der Traum vom ersten Europacup-Finale des SC Freiburg liegt im Halbfinal-Hinspiel der Europa League in den Händen von Sporting Braga. Die Breisgauer verloren mit 1:2 und müssen nächste Woche Donnerstag in Freiburg alles auf eine Karte setzen, um das Weiterkommen noch zu erreichen. Ein Elfmeter von Atubolu hielt Freiburg im Spiel, doch die Portugiesen nutzen ihre Chancen – und die liegen nun in Freiburg.

Freiburg stolpert, braga nutzt fehler

Freiburg stolpert, braga nutzt fehler

Die Anfangsphase deutete auf ein ausgeglichenes Spiel hin, doch Freiburg wirkte verunsichert. Bereits nach acht Minuten klingelte es im Tor der Gäste, als Demir Ege Tiknaz nach einer Kopfballverlängerung zum 1:0 für Braga einschoss. Ein früher Nackenschlag, der die Freiburger zunächst aus dem Tritt brachte. Die Mannschaft von Julian Schuster fand kaum Lösungen im Spielaufbau und ließ die Mittellinie weitgehend zu.

Vincenzo Grifo gelang es jedoch, den Ausgleichstreffer zu erzielen. Nach einer präzisen Vorlage von Niklas Beste ließ er den Torwart keine Chance und brachte die Partie wieder auf Null. Doch auch diese Führung währte nicht lange. Ein umstrittener Elfmeter in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit, gepfiffen nach einem Foul von Philipp Lienhart, gab Mario Dorgeles die Möglichkeit, Braga wieder in Führung zu bringen – und er ließ sich diese nicht nehmen.

Atubolu im Elfmeter-Duell: Torwart Noah Atubolu bewies seine Nervenstärke, indem er den Elfmeter von Ex-Bundesligaprofi Rodrigo Zalazar parierte. Ein Lichtblick für Freiburg in einer ansonsten enttäuschenden ersten Halbzeit.

Im zweiten Durchgang wirkte das Spiel zäh und von Fehlern geprägt. Beide Mannschaften zeigten sich sichtlich von der Bedeutung des Spiels belastet und scheuten das Risiko. Die wenigen Torchancen wurden nicht konsequent genutzt. Die Freiburger, in der Bundesliga am Sonntag gegen Wolfsburg gefordert, leisteten sich ungewöhnlich viele Ungenauigkeiten im Passspiel. Braga hingegen verteidigte reif und ließ kaum Räume.

Die Freiburger müssen nun im Rückspiel eine deutliche Steigerung zeigen, um das Weiterkommen noch zu erreichen. Der Weg ins Finale in Istanbul, wo in jedem Fall ein englischer Verein – entweder Nottingham Forest oder Aston Villa – auf den Sieger wartet, ist noch weit.

Die Motivation ist zwar vorhanden, wie Trainer Schuster vor dem Anpfiff betonte, doch die Disziplin und die Umsetzung des Matchplans müssen deutlich verbessert werden. Igor Matanovic sprach von einer „gesunden Nervosität“, die das Team antreibt. Ob diese Nervosität jedoch nicht zum Stolperstein wird, bleibt abzuwarten. Freiburg steht vor einer enormen Herausforderung. Die Aufgabe ist klar: Siegen oder den Traum vom Finale begraben.