Euroleague-wahnsinn: zwei siege trennen acht teams – panathinaikos dank nunn-show wieder im rennen
Kaum ein Ball rollt, schon kippt die Tabelle. Nach dem 32. Spieltag der EuroLeague liegen acht Klubs in einem Handtuch-Wurf, nur zwei Siege trennen Platz 4 von Platz 11. Und das, während die Fenerbahce-Olympiacos-Duette bereits als Final-Four-Generalkprobe glänzten. Die Spannung ist kein Marketing-Slogan mehr, sie ist pure Mathematik.
Zalgiris glaubt wieder – und wie
Kaunas war laut Stimmungsbarometer „abgestiegen“, doch die Litauer siegen dreimal in Folge, jagen die Top-Vier und versprechen sich selbst ein Wunder. Ihr Restprogramm? Noch zwei Heimspiele, darunter gegen den angeschlagenen Valencia, der nach fünf Niedereln am Stück nur noch die Kräfte zählt statt die Punkte.
Die Spanier rutschen ab, weil ihre Rotationspläne bröckeln. Coach Mumbrú musste gegen Baskonia erneut auf drei verletzte Rotationskräfte verzichten, die Rebound-Quote stürzt auf 42 % – ein Wert, der selbst in der ACB Alarm schlagen würde.

Nunn wird zum panathinaikos-notnagel
Kendrick Nunn traf fünf Dreier in Serie, erzielte 28 Punkte und schoss Athen in 24 Minuten zurück in die Playoff-Ränge. Die Greens hatten zuvor sieben Auswärtspartien in Folge verloren – Nunn brachte nicht nur Körbe, sondern ein neues Selbstvertrauen. Sportdirektor Alvertis sprach hinterher von „einem Kredit an Leidenschaft, den wir nur so zurückzahlen können“.
Das nächste Feuerwerk droht am 34. Spieltag: Monaco empfängt Mailand. Die Italiener mussten zuletzt zittern, weil Shields' Sprunggelenk anschwillt und coach Messina nur sieben gesunde Profis hat. Die Buchmacher sehen Milano dennoch leicht favorisiert – ein Zeichen dafür, wie stark der Ruf der Defense trügt, wenn die Offense tags zuvor noch in Madrid war.
Die deutsche Beteiligung? Bayern München parkt auf Platz 9, zwei Siege reichen womöglich schon für Platz 5 – oder für gar nichts. Denn Efes und Virtus schlittern parallel, doch beide haben das bessere Head-to-Head gegen München. Ein vermeintlicher Vorteil, der sich in zwei Wochen als Falle entpuppen könnte.
Die EuroLeague ist keine Liga mehr, sie ist ein K.o.-System im Dauermodus. Elf Teams kämpfen mit offenem Visier, zwei Spieltage vor Schluss wird nicht gerechnet, sondern geboxt. Die Tabelle? Ein Fahrplan, der sich nach jedem Viertel neu druckt. Und die Tickets fürs Berliner Final Four sind noch längst nicht verteilt – sie liegen auf dem Parkett, bereit für den nächsten Hero.
