Eurocup-explosion: nordklubs wittern chance trotz playoff-patzer!

Hamburg und Rostock haben es knapp verfehlt, die Playoffs der Easycredit Basketball Bundesliga zu erreichen. Doch plötzlich winkt beiden Nord-Clubs eine überraschende Möglichkeit, kommende Saison in Europa zu spielen – dank eines geplanten Umbruchs im EuroCup. Ein regelrechtes Chaos herrscht ohnehin im internationalen Basketball-Kalender, aber diese Entwicklung könnte für die deutschen Teams eine Tür öffnen.

Die neue eurocup-formel: mehr teams, mehr möglichkeiten

Die neue eurocup-formel: mehr teams, mehr möglichkeiten

Laut Informationen des renommierten Portals Basketnews.com plant der EuroCup, den zweiten Wettbewerb hinter der Euroleague, eine drastische Ausweitung von 20 auf 32 Teams. Das klingt erstmal gut, aber die Hintergründe sind kompliziert. Der Basketball-Kosmos ist ohnehin schon ein Dschungel aus Ligen und Wettbewerben: die Euroleague und der EuroCup unter dem Dach der ULEB, die FIBA Champions League mit dem Europe Cup, und dann noch die European North Basketball League (ENBL). Dazu kommt die Ambition der NBA, ab 2027 in Europa präsent zu sein. Um sich in diesem Durcheinander zu behaupten, will der EuroCup ein neues Format einführen.

Statt der bisherigen zwei Gruppen à zehn Teams soll es künftig vier Gruppen mit je acht Teams geben. Jede Mannschaft spielt Hin- und Rückspiele gegen alle anderen in ihrer Gruppe. Die besten vier Teams jeder Gruppe ziehen in eine nächste Phase ein, woraufhin ein neues Playoff-Format folgt. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Vergabe von festen Lizenzen: 24 Teams sollen über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren sicher dabei sein, vorausgesetzt, sie erfüllen Mindeststandards – ein Etat von mindestens fünf Millionen Euro und eine Zuschauerdurchschnitt von 5.000 Besuchern. Dafür winkt jedem Teilnehmer eine garantierte Summe von 150.000 Euro.

Wer sind die Kandidaten? Neben den bisherigen deutschen Vertretern Ratiopharm Ulm und den Niners Chemnitz, sowie den Hamburg Towers, werden nun auch die Rostock Seawolves als ernstzunehmende Anwärter gehandelt – völlig unabhängig von ihrer bisherigen sportlichen Leistung. Die ambitionierten Rostocker waren in der vergangenen Saison im FIBA Europe Cup vertreten. Marvin Willoughby, Boss der Hamburg Towers, betonte nach der enttäuschenden Saison zwar: „Wir haben als Vierzehnter kein Anrecht auf einen europäischen Wettbewerb.“ Doch er signalisierte gleichzeitig Gesprächsbereitschaft: „Wir sind im guten Austausch mit dem EuroCup und wollen uns mit der europäischen Spitze messen.“

Die Klubs haben nun bis zum 8. Juni Zeit, ihre Interessen offiziell beim EuroCup zu bekunden. Ob die Chance genutzt wird, bleibt abzuwarten. Doch eines ist klar: Die Ausweitung des EuroCups könnte für deutsche Basketball-Teams eine unerwartete neue Perspektive eröffnen, selbst wenn die Bundesliga-Saison nicht nach Plan lief.

Die Faszination des europäischen Basketballs ist ungebrochen – und die kommenden Wochen werden zeigen, welche Teams in den Genuss der neuen Möglichkeiten kommen.