Esport-schock: 'nassada' wählt marokko statt deutschland!

Ein Erdbeben erschüttert die deutsche eFootball-Szene: Nassim 'Nassada' Dahman, das größte Talent des Landes, hat sich für die marokkanische Nationalmannschaft entschieden. Damit verabschiedet sich der 19-Jährige endgültig von Hoffnungen auf eine Karriere im DFB-Dress – ein Fehler, den der Verband bitter bereuen könnte.

Der traum vom 'maghreb' ruft lauter

Dahmans Entscheidung, für Marokko anzutreten, ist nicht nur ein sportlicher Wechsel, sondern auch ein Statement. „Dima Maghreb“, verkündete der junge Spieler auf X, ein deutlicher Hinweis auf seine familiären Wurzeln und seine Identifikation mit dem nordafrikanischen Land. Der erste Auftritt im marokkanischen Trikot könnte bereits beim Esports Nations Cup im November stattfinden – ein Debüt, das Deutschland verpasst.

Die Gründe für diesen Umschwung liegen nicht zuletzt in der Politik des DFB. Bereits im September wurde Dahman von der Teilnahme am Sichtungsturnier für die eEURO ausgeschlossen. Eine Entscheidung, die damals weithin als fragwürdig galt, da der junge Spieler in seiner ersten VBL-Saison bereits mit beeindruckenden Leistungen überzeugt hatte. Die Nicht-Berücksichtigung soll bei Dahman großen Unmut ausgelöst haben.

Von der talent-fabrik zum internationalen star

Von der talent-fabrik zum internationalen star

Nassada’s Aufstieg ist beispiellos. Von einem vielversprechenden Talent entwickelte er sich in der Saison 2024/25 zum Leistungsträger des SV Darmstadt 98 und führte sein Team in die Playoffs der Club Championship. Im Grand Final erreichte er das Viertelfinale, und auch in der FC Pro Open sowie in privaten Turnieren sorgte er immer wieder für Furore. Auch 2025/26 konnte er mit dem SC Freiburg das Halbfinale der Klub-Meisterschaft erreichen und hat sich für die WM qualifiziert. Er zählt mittlerweile zu den absoluten Top-Spielern der Szene.

Saad Bassy, der marokkanische Nationalteam-Manager, scheint den Coup frühzeitig eingetütet zu haben. Bereits vor einigen Tagen deutete er auf X an, dass Dahman sich für Marokko entscheiden würde. Ein Schachzug, der sich nun auszahlt und dem DFB die Augen öffnen sollte: War die Nicht-Berücksichtigung von 'Nassada' ein strategischer Fehler, der Deutschland den Zugriff auf eines der größten eFootball-Talente der Welt kostet?

Während Umut Gültekin, Jonas Wirth und Co. weiterhin die deutschen Farben vertreten werden, könnte der Verband schon bald feststellen, dass er ein Juwel verloren hat. Die Entscheidung von Nassim Dahman ist ein Weckruf für den DFB – und ein Beweis dafür, dass im eFootball, ähnlich wie im regulären Fußball, die Entscheidung für das Herz oft die richtige ist.