Espanyol muss tribüne dichtmachen – wasserattacke auf bordalás wird teuer

Der RCDE Stadium erlebte am Samstag ein Spannungsdrama mit Nachspiel: Statt Jubel gibt es jetzt Teil-Tribünensperre für Espanyol, weil ein Fan Wasser auf den Getafe-Coach José Bordalás schüttete. Der Vorfall kostet Geld, Zuschauerplätze und Image.

Was genau passierte in der 29. spielminute?

Nach der Ampelkarte für Bordalás schritt der Coach in Richtung Kabine. Sekunden später flog eine Wasserflasche aus dem Fondo Norte auf ihn zu – das Referee-Team notiert den Vorfall, der Schiri Isidro Díaz de Mera unterschreibt. Espanyol war vorgewarnt, weil in der Hinrunde schon Gegenstände geflogen waren. Jetzt zieht die Liga Konsequenzen: 24-Stunden-Frist, um die Sektoren zu benennen, plus Geldstrafe und Stadion-Teilsperre für ein Heimspiel.

Der Klub reagiert sofort. Sicherheitskräfte werten Kameras aus, um den Täter zu identifizieren – Erkennung reduziert die Sanktion. Parallel legt Espanyol Einspruch ein, argumentiert: keine allgemeine Gewalt, Einzeltäter, schnelle Reaktion. Ob der Einspruch Erfolg hat, entscheidet das Appellationsgremium, Termin offen.

Spielplan droht zu kippen

Spielplan droht zu kippen

Nächstes Heimspiel: gegen Levante. Fällt die Sperre vor diesem Termin, muss Espanyol rund 1.200 Plätze im Fondo Norte leer lassen – ein Imageschaden und ein Verlust von etwa 90.000 Euro Ticketumsatz. Schafft Espanyol eine Aufschiebung, trifft die Strafe auf das Duell mit Real Madrid. Da wäre die Tribüne ohnehin randvoll – jetzt mit Lücken.

Espanyol steht also vor einem Doppelpass: juristisch und sportlich. Die Wasserflasche war nur Sekunden im Spiel, ihre Folgen könnten die Saison verändern. Die Liga lässt keine Gnade walten – und Espanyol zahlt die Zeche für einen einzelnen, aber teuren Moment des Übereifers.