Espanyol bindet kelme bis 2030: die treue blau-weiße modewelle rollt weiter
Kelme bleibt das Herzstück im Kleiderschrank des RCD Espanyol. Der Klub verlängert den Vertrag mit dem Ausrüster aus Elche bis 2030 – und sichert sich damit acht Jahre nach der ersten Partnerschaft Kontinuität in Zeiten voller Markenwechsel in LaLiga.
Die Verhandlungen liefen nur wenige Wochen, die Handschrift stand rasch. Mao Ye, CEO der Percicos, wollte keine Experimente mehr: „Kelme kennt unsere DNA, die Farben, die Tradition. Ein Wechsel wäre Stilbruch gewesen“, sagt der Manager nach der Unterzeichnung. Die Zahlen sprechen für sich: Allein die aktuelle Heimtrikot-Version verkaufte sich im vergangenen Sommer doppelt so schnell wie der Vorgänger, die Jubiläumsedition zum 125. Gründungstag war nach sechs Wochen ausverkauft.

Carlos garcía cobaleda sieht mehr als einen deal
Der spanische Kelme-Chef nennt Espanyol „einen Reisegefährten“. García Cobaleda verrät, dass der Klub künftig die komplette Lifestyle-Linie mitbestimmt – von Jogginganzug bis Kaffebecher. „Wir wollen Barcelona in jedem Stitching spüren“, sagt er. Die Marke will ihre Präsenz im Camp Nou-Umfeld ausbauen, wo Espanyol-Fans seit Jahren trotz Stadtderby-Übermacht eine eigene Fan-Kultur pflegen.
Die Botschaft ist klar: Kelme will nicht nur Trikots liefern, sondern die blau-weiße Identität in alle Lebensbereiche tragen. Dafür investiert das Unternehmen laut internen Papieren eine mittlere siebenstellige Summe in neue Produktionslinien, die ausschließlich auf Espanyol-Produkte spezialisiert sind. Ein Schritt, der in der Branche für Aufsehen sorgt – schließlich ist Kelme kein globaler Riese wie Nike oder Adidas, sondern ein Mittelständler, der sich mit Spezial-Know-how profiliert.
Für die Fans bedeutet das: Mehr Caps, mehr Retro-Shirts, mehr Limited Editions. Der Klub plant Pop-up-Stores in Barcelona und ein eigenes Online-Portal, das Mitte 2025 live geht. Dort sollen nicht nur Trikots, sondern auch personalisierbare Trainingsjacken und sogar Espanyol-Badehandtücher erhältlich sein. Der Vorverkauf startet bereits im Herbst – und die Warteliste ist laut Klub-Angaben länger als jemals zuvor.
Die Konkurrenz schaut neidisch. Auch andere Mittelklasse-Klubs in Spanien suchen nach Partnern, die mehr bieten als nur Stoff. Kelme liefert das Muster: Regionale Verwurzelung, kurze Entscheidungswege, kreative Freiheit. Espanyol wiederum erhält Stabilität in einem Markt, in dem Ausrüsterwechsel oft mit sportlichen Tiefen einhergehen. Die Devise lautet: Wer sich kleidet, wie er spielt – mit Leidenschaft, Tradition und einem Quäntchen Provokation.
2030 klingt weit weg. In Wahrheit ist es nur sechs Saisons. Genug Zeit, um neue Trikot-Mythen zu schreiben. Und vielleicht, so hoffen die Verantwortlichen, endlich das erste große Titel-Logo seit 2006 auf die Brust zu nähen. Dann wäre Kelme nicht nur Ausrüster, sondern Glücksbringer. Die Fans jedenfalls haben schon ihren Kalender markiert: Die nächste Sonderedition kommt pünktlich zum Derby gegen Barça – und wird wohl wieder binnen Stunden ausverkauft sein.
