Erleichterung bei den Löwen Braunschweig!
Erster sieg der saison
Im fünften Spiel gelang dem Klub von NBA-Star Dennis Schröder (32/Sacramento Kings) endlich der erste Sieg der neuen Saison in der Easycredit Basketball Bundesliga. Im Nord-Duell gegen die Rostock Seawolves feierte der Überraschungs-Dritte der vergangenen Spielzeit dank starker Verteidigung ein 92:71 (44:37). Einziger siegloser Klub bleiben damit die Veolia Towers Hamburg. 3550 Fans in der Halle und Schröder im rund 8500 Kilometer entfernten Kalifornien jubelten.
Verletzung von hartwich
Doch auf halber Strecke gab’s einen echten Schauder-Moment: Der verletzte Center Philipp Hartwich (30) präsentierte im Halbzeit-Interview bei Dyn dem geschockten Kommentator Arne Malsch auf dem Handy einen Screenshot vom Mittwoch. „Ahhhhh“, stöhnte Malsch beim Anblick des um 90 Grad verdrehten Sprunggelenks. „Sowas kann ich immer nicht sehen.“
Vorbereitung im fiba europe cup
Beide kriselnde Teams hatten sich unter der Woche im FIBA Europe Cup Selbstvertrauen geholt. Rostock schickte Antwerpen mit 95:80 zurück nach Belgien – die Löwen gewannen bei KB Trepca im Kosovo (84:70). Doch sie bezahlten den Sieg teuer: Denn Ex-Seawolve Hartwich landete dabei auf dem Fuß von Mitspieler Luka Scuka (25), knickte böse um und wird dem Team „mehrere Wochen“ fehlen.
Ehemalige spieler
An Ehemaligen mangelte es auf dem Parkett trotzdem nicht. Sage und schreibe fünf aktuelle Rostocker spielten schon für Braunschweig: TJ Crockett Jr. (26), Owen Klassen (33), DeAndre Lansdowne (36) und Sid-Marlon Theis (32).
Schweigeminute und führung
Nach einer Schweigeminute
für den kürzlich verstorbenen Braunschweiger Ex-Geschäftsführer (2014 – 2017) Stefan Schwope starteten die Gastgeber einen 14:0-Lauf und führten mit 26:14. Vor allem, weil die Seawolves sich sechs Ballverluste leisteten. Im zweiten Viertel passten sie dann besser auf das Spielgerät auf und konnten in der 17. Minute sogar ausgleichen (33:33).Vibrierende halle
Verrückt: Kurz vor Halbzeit bebt bei der Stimmung in der Volkswagen Halle sogar die TV-Kamera! Malsch staunt: „Hier sind die Bässe so eingestellt – ich weiß nicht, ob ihr es gemerkt habt: Unsere Kamera hat da tatsächlich den Bass-Rhythmus mit aufgenommen und auch mein Tisch hat vibriert! Es ist häufig hier so in Braunschweig, dass aufgrund der Hallenstatik mit dem gewölbten Dach es schon wirkt wie Großraum-Disco.“
Hartwichs zufriedenheit
Kurz darauf wird aus dem Beben im Pausen-Interview dann Gänsehaut . Was der 2,18-Meter-Riese Hartwich dagegen in den ersten 20 Minuten gesehen hatte, ließ ihn den Schmerz vergessen. „Tatsächlich bin ich sehr zufrieden“, sagt Hartwich. „Wir haben die Rostocker zu vielen Turnovern gebracht und haben dadurch einfache Punkte im Fastbreak gemacht.“
Zweite halbzeit
Nach der Pause wurde
es sogar noch besser! Denn die Rostocker sahen offensiv keinen Stich – und die Gastgeber zogen auf 24 Punkte weg (67:43/28.) Erst die zweite Auszeit voll unfeiner „F-Wörter“ des erbosten Seawolves-Coaches Przemyslaw Frasunkiewicz (46) konnte den erneuten Lauf fürs Erste stoppen.Schlussabschnitt
Im Schlussabschnitt wuchs die Braunschweiger Führung dann zwischenzeitlich auf bis zu 30 Punkte an! Beste Werfer: Joshua Obiesie (25) mit 20 Punkten für Braunschweig, D'Shawn Schwartz (26/16 Punkte) für Rostock. Obiese hielt sich kurz vor Schluss nach einem Sturz das Knie, gab aber hinterher Entwarnung: „Es tut ein bisschen weh, aber wir müssen uns keine Sorgen machen. Es ist ein sehr wichtiger Sieg für uns. Wir bauen gerade etwas richtig Gutes auf, habe ich das Gefühl. Wir haben konstant gespielt, waren fokussiert und einfach immer weitergemacht.“
Rostocks lansdowne
Rostocks Lansdowne angefressen: „Braunschweig hat mit dem Mut der Verzweiflung gespielt. Wir waren nicht mal nah dran, dieselbe Energie aufzubringen. Es ging nicht um Taktik, sondern um Intensität, Energie und den größeren Siegeswillen.“
