Erlangen: kristjansson fällt länger aus – sorge um klassenerhalt?

Ein Schock für den HC Erlangen: Spielmacher Viggo Kristjansson, der mit 137/49 Toren und Assists maßgeblich zum Angriff der Franken beiträgt, wird länger ausfallen als zunächst erwartet. Die Knieverletzung des Isländers wirft einen dunklen Schatten auf die angespannte Situation im Kampf um den Klassenerhalt.

Bänderverletzung verzögert die rückkehr

Bänderverletzung verzögert die rückkehr

Nach dem Freundschaftsspiel gegen Schweden bestritt Kristjansson nur noch ein weiteres Spiel. Nun äußerte sich der 32-Jährige gegenüber dem isländischen Portal Handkastid: „Es handelt sich um Bänderprobleme im Knie, und das braucht Zeit. Es könnte noch zwei Wochen dauern, oder es könnte auch länger dauern.“ Diese Aussage lässt wenig Raum für Hoffnung auf eine baldige Rückkehr des Schlüsselspielers in die Mannschaft.

Die Franken mussten in den vergangenen Spielen bereits auf ihren Top-Torjäger verzichten. Das Fehlen Kristjansons war besonders deutlich in den jüngsten Partien gegen die Rhein-Neckar Löwen, den HSV Hamburg, SC Magdeburg und SC DHfK Leipzig. Die Ergebnisse sprechen für sich: Die Mannschaft kämpft ohne ihren Regisseur deutlich schwerer.

Die Lage ist ernst: Mit nur fünf Punkten Vorsprung auf die Abstiegsplätze ist jeder Ausfall ein schwerer Schlag für den HC Erlangen. Die kommenden Spiele gegen den VfL Gummersbach, gefolgt von der Nationalmannschaftspause, bieten nun die Chance zur Regeneration, doch die Zeit drängt. Entscheidende Duelle gegen die direkten Verfolger – 23. Mai in Wetzlar und 29. Mai gegen den Bergischen HC – werden zeigen, ob die Mannschaft ohne Kristjansson in der Lage ist, die notwendigen Punkte einzufahren.

Ob der talentierte Isländer, der im Sommer 2027 zu den SG Flensburg-Handewitt wechseln wird, in diesen wichtigen Spielen noch einmal auflaufen kann, bleibt abzuwarten. Die Franken müssen sich darauf einstellen, dass sie vorerst ohne ihren Dreh- und Angelpunkt agieren müssen. Die Frage, ob der Klassenerhalt trotz dieser schwierigen Situation noch möglich ist, hängt nun maßgeblich von der Leistungsfähigkeit der verbleibenden Mannschaft ab.