Enhanced games: zirkus der doping-experimente in las vegas?
Las Vegas, Nevada – Die Enhanced Games haben begonnen. Ein Sportevent, das so manchen eingefleischten Fan der traditionellen Disziplinen schaudern lässt: Doping ist erlaubt. Aron D’Souza, der Kopf hinter dem Projekt, verspricht neue Rekorde und eine Revolution im Sport. Doch was verbirgt sich wirklich hinter diesem Spektakel?
Ein marketing-gag mit gesundheitlichen risiken
Die Enhanced Games sind mehr als nur ein Sportevent; sie sind ein Geschäftsmodell. Auf der Website der Veranstalter werden leistungssteigernde Substanzen wie Testosteroncreme für beträchtliche Summen angeboten. Ein Deal, der der ARD-Dopingredaktion Anlass gab, von einer Thematisierung abzusehen – nicht, weil wir die Profitinteressen der Sportwelt ignorieren, sondern weil wir die Gesundheit der Athleten und die Integrität des Sports in den Vordergrund stellen.
Die Teilnehmer, eine handvoll Sportler, die im regulären Sportsystem keine Chance mehr hatten, wirken wie Geächtete, wie Darsteller einer Las-Vegas-Show. Donald Trump junior, der das Spektakel finanziert, unterstreicht den fragwürdigen Charakter der Veranstaltung. Was in Vegas passiert, bleibt in Vegas – ein Motto, das hier besonders zutrifft.

Die wiederkehr des alten rom
Die Enhanced Games sind kein Neuanfang, sondern die Wiederkehr eines alten Zirkus. Die Behauptung, Doping sei im Spitzensport ohnehin schon üblich, ist zynisch und gefährlich. Sie setzt die Sportler, die sauber kämpfen, unter einen Generalverdacht und gefährdet die Gesundheit vieler Menschen. Die Spätschäden, die durch Doping entstehen, sind verheerend – ein Fakt, den die Enhanced Games zu ignorieren scheinen.
Die Enhanced Games sind ein gefährliches Spiel mit der Gesundheit und der Integrität des Sports. Ein Spektakel, das mehr Fragen aufwirft als Antworten liefert. Die Welt des Sports verdient es, mit Respekt und Ehrlichkeit behandelt zu werden – nicht mit einem Zirkus der Doping-Experimente.
