Engländer verkauft sein haus, um three lions in den usa zu hieven

Andy Milne wirft die Sicherheitsweste weg. Der 62-jährige Pensionist aus Northwich stellt sein Ferienhaus für 350 000 Pfund auf den Markt – nur, um die Three Lions bei ihrer WM-Jagd durch Dallas, Boston und New York zu begleiten. „Es ist mein zehntes Turnier, und es wird das teuerste“, sagt er knapp.

Ein leben in trikots statt in ziegeln

Milne besaß das Refugium in Cheshire 27 Jahre lang. Doch statt Mieteinzahlungen zu kassieren, buchte er Flug, Hotel und Tickets für sieben Wochen – alle Vorrundenspiele plus mögliches Finale. Die Rechnung: Haus weg, dafür maximale Nähe zum Rasen. Wer braucht schon eine zweite Wohnung, wenn man stattdessen in der AT&T Stadium-Fankurve stehen kann?

England startet am 17. Juni gegen Kroatien, trifft danach auf Ghana und Panama. Milne ist dabei – mit Dauerkarte und ohne Rückzieher. „Ich habe meine Rente, meine Gesundheit und meine Lunge. Die brauche ich nur, um ‚It’s coming home‘ zu schreien“, lacht er.

Die rechnung geht auf – oder eben nicht

Die rechnung geht auf – oder eben nicht

Experten schätzen: Bei einem Viertelfinal-Aus hätte Milne mit einem Budget von umgerechnet 25 000 Euro gerechnet. Steuern, Maklercourtage und neue Möbel nach Rückkehr nicht eingerechnet. „Aber was zählt, ist der Moment, wenn die Hymne ertönt und du spürst, dass du alles gegeben hast“, sagt er.

Für ihn ist es keine Schnapsidee, sondern konsequente Liebe. Andere kaufen sich ein Cabrio, er kauft sich Erinnerungen in Samt und Rasen. Das Haus steht bereits bei Rightmove, Interessenten melden sich. Milne packt seine Koffer – und lässt die Ziegel zurück. Wer ihm nachreist, zahlt nicht nur für Ziegel und Dach, sondern auch für die Geschichte eines Mannes, der alles setzt auf 90 Minuten und ein paar Nachspielzeitträume.

Am Ende bleibt: Ein Ticket nach Dallas kostet 900 Pfund, ein Haus 350 000. Die Aussicht, Harry Kane zum zweiten WM-Treffer zu applaudieren? Unbezahlbar. Für Andy Milne zumindest.