Energie cottbus kassiert debakel in aachen – wollitz rast über servicespieler
1:4 in Aachen, die erste Schlappe 2026 – und plötzlich steht Energie Cottbus wieder mit dem Rücken zur Wand. Die Lausitzer hatten zehn Spiele nicht verloren, dann prügelte Alemannia sie binnen 37 Minuten aus der eigenen Komfortzone.
Claus-Dieter Wollitz schlug nach Abpfiff mit der Hand aufs Pult, dass es in der Mixed-Zone klatschte. „Die Servicespieler der Aachener waren einfach besser als unsere“, donnerte er. Drei Gegentore nach Ecken, zwei nach Konter – alles Szenarien, die er laut eigenen Worten in der Kabine angesagt hatte.
Die statistik lügt nicht – und trifft trotzdem
Cottbus hatte neun Eckbälle, Aachen nur vier. Daraus machten die Alemannen aber drei Treffer, während Energie aus ihren Standards nichts zimmerte. Tolcay Cigerci traf früh nur den Pfosten, vergab dann freistehend, scheiterte per Volley an Manuel Riemann. Chancenverwertung: 0 %. Standards: 0 %. Ergebnis: 1:4.
Das 0:1 fiel nach einer Flanke, das 0:2 nach einem langen Einwurf, das 0:3 nach einem abgewehrten Corner – alles Themen, die Wollitz „selten dämlich“ nannte. Sein Satz ging viral: „Wenn wir am Ende aufsteigen wollen, dann putzt man den Mund ab – und dann geht es weiter.“ Klingt nach Kampf, liest sich wie ein Befreiungsschlag.

Die tordifferenz könnte am ende zählen
Dominik Pelivan schüttelte sich. „In der Endphase wollen wir nicht 1:4 verlieren, das ist zu hoch“, sagte er und biss sich auf die Unterlippe. Mit der Niederlage schrumpft der Polster auf einen Punkt – falls Duisburg am Samstag in Rostock gewinnt. Acht Spieltage sind noch zu gehen, doch die Niederlage schmeckt nach mehr als nur zwei verlorenen Zählern.
Die Alemannia andererseits feiert den fünften Sieg in sechs Partien und rückt bis auf drei Punkte an Energie heran. Trainer Pavel Docic sprach von einem „Kopf-an-Kopf-Rennen bis Mai“, doch seine Elf hat den Schwung, während Cottbus erstmals seit Wochen wieder einbrechen musste.
Am kommenden Samstag empfangen die Lausitzer den SSV Ulm, Tabellen-Drittletzter. Nach Aachen ist klar: Wer Standards nicht verteidigt, vertieft nur die eigene Krise. Für Wollitz beginnt die Woche mit einer Trainings-Einheit – und mit einem neuen Servicespieler-Plan.
