Emery und del bosque: almería weckt erinnerungen und emotionen

Ein rauschender Abend in Vícar: Die II. Gala der Asociación de Periodistas Deportivos de Almería vereinte gestern Sportlegenden und prominente Gäste zu einer Feier des almeriensischen Fußballs. Besonders im Mittelpunkt standen Unai Emery und Vicente del Bosque, deren Namen untrennbar mit dem Aufstieg und den goldenen Jahren des UD Almería verbunden sind.

Eine tiefe verbundenheit zu almería

Unai Emery, der den Verein in den Jahren 2006-2008 als Trainer führte und den Aufstieg in die Primera División sicherstellte, betonte seine tiefe Verbundenheit zu Almería. “Almería war ein sehr besonderer Ort für mich. Ich wurde hier geliebt und fühle mich immer noch sehr geliebt.” Emery erinnerte daran, wie der damalige Präsident Alfonso García ihm ein Projekt für zwei Jahre präsentierte, um aufzusteigen. “Ich verstehe Projekte aber als Gewinnen, und wir sind im ersten Jahr aufgestiegen.” Es sind Worte, die mehr als nur Dankbarkeit ausdrücken – sie zeugen von einer emotionalen Bindung, die über den reinen Fußball hinausgeht.

Die Entwicklung der Fangemeinde ist ebenfalls bemerkenswert. Vicente del Bosque, der ebenfalls in der Saison 2006/07 beim Verein war, sprach über den Wandel der Atmosphäre im Stadion. “Als ich 2006 hier ankam, lag die durchschnittliche Zuschauerzahl bei etwa 4.500. Jetzt sind es 15.000 – das bedeutet, dass ein Gefühl entstanden ist.” Die Leidenschaft der Fans, so Del Bosque, sei der Schlüssel zum Erfolg.

Doch der bittere Abgang, die verlorene Finalpartie gegen Málaga, die den Aufstieg verspielt hat, ließ Emery kurz innehalten. “Heute ist ein schlechter Tag, nachdem wir den Aufstieg verpasst haben, aber ich bin sicher, dass ihr das almeriensische Gefühl durch den Fußball weiter unterstützen und stärken werdet.” Ein Appell, der von Herzen kommt und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft zum Ausdruck bringt.

Emotionen am spielfeldrand

Emotionen am spielfeldrand

Ein weiteres Highlight der Gala war die humorvolle Anekdote von Vicente del Bosque über die Bedeutung von Emotionen im Fußball. Er schilderte, wie er während des WM-Finales 2010, als Andrés Iniesta das entscheidende Tor erzielte, unkontrolliert jubelte. “Jetzt sehe ich mich im Fernsehen und denke, ich habe mich vielleicht etwas zu sehr gefreut.” Ein kleiner Moment der Selbstironie, der die menschliche Seite des erfahrenen Trainers zeigte und für Gelächter im Publikum sorgte.

Die Gala in Vícar war somit nicht nur eine Würdigung herausragender Karrieren, sondern auch ein Fest der almeriensischen Fußballkultur – geprägt von Leidenschaft, Emotionen und der unbändigen Hoffnung auf eine erfolgreiche Zukunft. Es bleibt abzuwarten, ob sich diese Hoffnung im nächsten Jahr erfüllt, aber eines steht fest: Die Fans von Almería werden weiterhin mit Herz und Seele hinter ihrem Team stehen.