Eliasch kämpft um den fis-vorsitz: vier herausforderer lauern!
Belgrad steht vor einem spannungsgeladenen FIS-Kongress: Johan Eliasch, der amtierende Präsident, strebt eine weitere Amtszeit an, muss sich aber gleich gegenvier ernstzunehmende Konkurrenten behaupten. Die Frage, wer die Weltoberorganisation des Skisports in den kommenden Jahren führen wird, ist offener denn je.
Ein ungewöhnlicher kandidat
Der schwedische Funktionär Eliasch befindet sich in einer höchst ungewöhnlichen Situation. Obwohl weder der schwedische noch der britische Verband ihn offiziell für eine weitere Amtszeit nominiert hat, steht sein Name auf der Kandidatenliste – dank seiner georgischen Staatsbürgerschaft. Ein Schachzug, der für Gesprächsstoff sorgt und die Frage aufwirft, wie transparent die Kandidatur wirklich ist.
Die FIS-Regularien schreiben zwar vor, dass nationale Verbände ihre Kandidaten vorschlagen müssen, doch Eliaschs Fall zeigt, dass es Schlupflöcher gibt. Die endgültige Liste der Kandidaten wird erst 60 Tage vor der Wahl veröffentlicht, doch die Spannung ist bereits jetzt spürbar.

Die herausforderer im fokus
Doch Eliasch ist nicht unumstritten. Anna Harboe Falkenberg aus Dänemark, Victoria Gosling aus Großbritannien, Alexander Ospelt aus Liechtenstein und der US-Amerikaner Dexter Paine wollen ihm das Wasser abringen. Alle vier bringen frischen Wind und neue Ideen in den Wahlkampf ein. Anna Harboe Falkenberg, beispielsweise, setzt auf eine stärkere Einbindung der Athleten in Entscheidungsprozesse. Während Victoria Gosling die Professionalisierung des FIS-Managements fordert. Alexander Ospelt verspricht eine effizientere Organisation und mehr Transparenz, und Dexter Paine konzentriert sich auf die Förderung des alpinen Skisports in Nordamerika.
Neben den genannten Herausforderern möchte Jean-Philippe Rochat weiterhin die Schweiz im FIS-Council vertreten, auch wenn er nicht direkt um den Präsidentenposten kämpft. Er soll Swiss-Ski und die Schweiz weiterhin vertreten.
Die Delegierten werden im Sommer also die Qual der Wahl haben. Die Entscheidung für den neuen FIS-Präsidenten wird entscheidend dafür sein, welchen Kurs der internationale Skisport in den kommenden Jahren einschlagen wird. Ob Eliasch seinen Stuhl behaupten kann oder einer der Herausforderer die Chance ergreift, wird der FIS-Kongress in Belgrad zeigen.

Die zahlen sprechen für sich
Die FIS steht vor großen Herausforderungen: Klimawandel, steigende Kosten und der Kampf um die besten Athleten. Der neue Präsident muss in der Lage sein, diese Herausforderungen zu meistern und den Skisport für die Zukunft zu rüsten. Die Wahl in Belgrad ist somit von immenser Bedeutung für die gesamte Sportwelt.
